Anna Plumbaum

Anna Plumbaum

Kontributorin

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Die Zitrus-Riesen mit dem herb-süßlichen Geschmack helfen vor allem in den kälteren Monaten, unsere Vitamin-C-Speicher zu füllen und das Immunsystem zu stärken. Ihr festes, leicht saftiges Fruchtfleisch ist ideal für winterliche Salate, passt jedoch auch zu würzigen Chutneys, Grillgerichten, süßem Gebäck und aromatischen Desserts.

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1. Hallo, mein Name ist Pomelo

Tatsächlich sorgt der Name „Pomelo“ für Verwirrung, denn eigentlich handelt es sich bei Pomelos um Pampelmusen. In Deutschland bezeichnet man jedoch oft nur eine bestimmte Sorte als „Pomelo“, und zwar die Honig-Pomelo. In Frankreich und Spanien dagegen ist Pomelo der Name für Grapefruits, was auch hierzulande fälschlicherweise dazu geführt hat, das wir beide Früchte gern miteinander verwechseln.

Richtig ist: Pomelo ist heute der handelsübliche Name für Pampelmusen, die ursprünglich aus Südostasien stammen. Botanisch gesehen sind Pomelos eine eigene Art, während Grapefruits aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Pomelos und Orangen entstanden sind. Im Gegensatz zu ihren Zitrus-Verwandten können sie riesengroß werden! Manche Exemplare wiegen rund zwei Kilogramm und haben einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern.

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Die großen Früchte haben eine runde oder leicht birnenartige Form und je nach Sorte eine gelbe oder grüne Schale, die oft fein genoppt ist. Das Fruchtfleisch kann farblich variieren: Beliebt sind vor allem die chinesische Honig-Pomelo, die besonders süß schmeckt, und die rosa- bis rotfleischigen Pomelos wie die Sorte „Chandler“, die auch als „Red Pomelo“ in den Handel kommt. Pomelos mit hellem Fruchtfleisch schmecken oft süßlicher als die rötlichen Variationen, die eine säuerliche und leicht herbe Note haben.

Wie in allen Zitrusfrüchten steckt auch in Pomelos viel Vitamin C. Die kalorienarmen Früchte punkten außerdem mit reichlich Ballaststoffen, Kalium und Magnesium. Pomelos können nicht nur unser Immunsystem stärken, sie wirken auch verdauungsfördernd und kurbeln den Stoffwechsel an. Durch den Bitterstoff Naringin können die Zitrusfrüchte zudem den Blutdruck senken. Vorsichtig sein solltest du jedoch, wenn du Pomelos in Kombination mit Medikamenten einnimmst, denn die Inhaltsstoffe der Pomelo können deren Wirkung verstärken oder außer Kraft setzen. Frage daher am besten beim Arzt oder Apotheker nach!

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2. Wann du Pomelos kaufen solltest

Pomelos haben ganzjährig Saison, doch bei uns findet man sie hauptsächlich von Oktober bis April. Die größte Auswahl der riesigen Zitrusfrüchte finden wir zwischen Dezember und Februar vor. Zurzeit kommt der größte Teil der Pomelos aus China zu uns, doch auch zahlreiche Länder Südostasiens wie Vietnam und Thailand, aber auch Südafrika und Israel gehören zu den Exportländern.

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3. Wie du die perfekte Pomelo findest und lagerst

In Supermärkten findest du kleinere und größere Pomelos meistens eingeschweißt in Netzen, was ihren Transport erleichtert. Für ihre jeweilige Größe sollte die Pomelo recht schwer sein, denn dann kannst du dir sicher sein, dass sie auch saftig ist. Pomelos sind von Natur aus nicht so saftig wie Orangen oder Grapefruits – sollte das Fruchtfleisch jedoch extrem trocken sein, dann ist dies ein Zeichen, dass die Pomelo zu alt ist.

Wenn du an der Schale reibst, sollte die Frucht bei Zimmertemperatur einen feinen Zitrusduft verströmen, der nicht muffig riecht. Die Schale muss nicht makellos glatt sein – Früchte mit leicht schrumpeliger, matter Oberfläche sind oft sogar besonders reif und süß. Bei Zimmertemperatur hält sich die Pomelo bis zu zwei Wochen frisch, unter 15° Celsius gelagert sogar noch länger.

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4. Wie du Pomelos richtig zubereitest

Um an das köstliche Innere der Pomelo zu gelangen, muss man erst durch die bis zu vier Zentimeter dicke weiße Schicht durchdringen, die auch Albedo oder Mesokarp genannt wird und zwischen Schale und Fruchtfleisch liegt. Das gelingt am besten, in dem du zunächst die obere Kappe abschneidest – so siehst du, wo das Fruchtfleisch beginnt.

Anschließend schneidest du mit einem großen Messer die Schale samt Mesokarp rundherum mehrmals ein und ziehst sie ab. Das Innere kannst du nun in Segmente zerteilen, die nochmals mit einem dünnen, bitteren Häutchen umschlossen sind. Dieses lässt sich jedoch leicht mit den Fingern oder einem kleinen Messer abziehen.

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Am besten schmecken Pomelos roh, zum Beispiel in asiatisch-inspirierten Salaten, die man mit Sojasauce, Chili, Ingwer, Zitronengras, Koriander, Thai-Basilikum oder Minze würzt und mit gerösteten Erdnüssen oder Sesam garniert. Pomelos harmonieren auch toll zu gegrilltem Tofu, Fisch oder Halloumi. Doch auch Chutneys, Fruchtaufstriche, Desserts, Drinks und süße Fruchtsalate profitieren von der leicht säuerlich-bitteren Note der Pomelo.

5. Was du jetzt kochen solltest

Wir werden einige neue Rezepte mit Pomelos in dieser Woche veröffentlichen, also schau immer wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesem Rezept:

Chicken Wings aus dem Ofen mit Pomelo-Soße

Chicken Wings aus dem Ofen mit Pomelo-Soße

→ zum Rezept

Was bereitest du am liebsten aus Pomelos zu? Erzähle uns davon in den Kommentaren und lade ein Foto deiner Kreationen hoch.

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