Ruby Goss

Senior Food Redakteurin bei Kitchen Stories

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Es ist schon etwas peinlich zuzugeben, dass ich erst ziemlich spät auf den Omelett-Zug aufgesprungen bin. Das erste Mal bin ich in den Genuss gekommen, als wir für einProjekt in der Provence gedreht haben und mich Koch Eric in seinem Restaurant „Le Saint Hubert“ in den Bann des Klassikers gezogen hat. Das Omelett war perfekt: zigarrenförmig aufgerollt mit frischen Kräutern übersät und leichtem Butter-Schimmer, dazu das typisch cremige Innere. Schon vom ersten Bissen an war mir klar, warum französisches Omelett als Ikone gilt. Seitdem bin ich wie besessen davon und habe trockene, geschmacklose Omeletts unverzüglich in die Vergangenheit verbannt.

Nicht nur ich bin ihm erlegen – französisches Omelett wird vielerorts als einfaches, aber raffiniertes Gericht verehrt, das dem Koch so manche Fähigkeiten abverlangt. Es kommt dabei ganz auf die Technik an, ein Zusammenspiel aus dem Vermengen der Eier, bis sie fast vollständig verrührt sind (das ist das Geheimnis zum luftigen Inneren) und daraus, die Pfanne im richtigen Winkel zu neigen, um das Omelett aufzurollen. Alles, ohne dass es am Pfannenboden haften bleibt und – das ist entscheidend – ohne dass es bräunt, denn das verleiht dem Omelett einen unerwünschten, metallischen Geschmack. Den wirst du hier nicht vorfinden – nur die cremigsten Eier, die du je in einem Eier-Gericht dieser Art erleben wirst.

Weil wir in diesen Zeiten die perfekte Gelegenheit haben, a) um neue Kochfähigkeiten zu erlangen und b) sich selbst mit einer Köstlichkeit zu belohnen, werde ich dich mit den wichtigsten Tipps versorgen. Ich empfehle dir, dir auch unser Rezeptvideo anzusehen, um dir einen Eindruck von der Zubereitung machen zu können:

Französisches Omelett

Französisches Omelett

→ zum Rezept

Wie man das perfekte französische Omelett zubereitet

Eins nach dem anderen! Zunächst einmal: Es ist einfacher, wenn das Omelett Portion für Portion zubereitet wird. Ziel ist es, ihm Volumen zu verleihen – also verwende eine kleine Pfanne mit einem Durchmesser von ca. 20 cm. Das wichtigste Gebot für dieses Rezept ist, dass die Eier nicht an der Pfanne haften bleiben, also verwende eine antihaftbeschichtete – oder Karbonstahlpfanne.

Langsam und gemächlich: Obwohl französische Omeletts in Restaurants, zu Hause oder einfach, um seine Fähigkeiten zu schulen, in Windeseile auf dem Tisch stehen sollen, ist es sinnvoll, sie nur bei mittlerer Hitze zu braten. So kannst du den Moment viel besser abpassen, in dem das Omelett leicht angebraten und bereit zum Aufrollen ist.

Die richtigen Küchenhelfer: Wir haben einen Gummispatel verwendet, um unsere Eier zu einem fast perfekten Omelett zu verrühren, du kannst aber genauso gut Holzstäbchen verwenden. Rühre, bis du eine glänzende (heißt: sie ist immer noch ein wenig flüssig), aber bereits geronnene Masse hast, und gib dem Omelett anschließend einfach ein wenig Zeit, um am Boden leicht fest zu werden (aber denke daran: keine Bräune!), bevor du es in der Pfanne aufrollst.

Butter ist besser: Wenn es trotz des Neigens der Pfanne Probleme gibt, das Omelett aufzurollen, kannst du einfach ein Stückchen Butter unter einen Teil des Omletts, das du anheben kannst, geben. Die Butter verteilt sich dann unter dem Rest, sodass du es weiter aufrollen kannst. Behalte die Butter gleich zur Hand, denn ein Hauch zerlassene Butter auf dem fertigen Omelett gibt ihm Glanz und Geschmack!

Simpel, mit Käse gefüllt oder von Kräutern übersät? Obwohl französisches Omelett an sich schon eine wahre Schönheit ist, konnte ich nicht davon ablassen, unsere Version des Rezepts mit Gruyère und Kräutern zu spicken. Du kannst es ebenso in der Mitte einschneiden und nach Belieben füllen. Runde dein Omelett ab: Wir für unseren Teil haben als einfache Beilage einen grünen Salat mit mildem Dressing serviert.

Wie meisterst du französisches Omelett? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

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