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Strudel mit Spinat und Ricotta
Wenn frisch gebackener Teig im Ofen aufgeht und eine Füllung aus mildem Käse und grünem Blattgemüse umschließt, kann das nur eines bedeuten: Es gibt Spinat-Ricotta-Strudel zum Essen! Eine klassische Kombination, die aus der Küche nicht wegzudenken ist. Der milde Ricotta fängt die feine Bitternote des Spinats auf. Etwas geriebener Hartkäse bringt die nötige Würze mit und Muskatnuss rundet das Aroma ab. Durch die Verwendung von fertigem Teig aus dem Kühlregal sparst du dir aufwendiges Kneten und Falten. Das Ergebnis schmeckt warm direkt aus dem Ofen genauso gut wie abgekühlt am nächsten Tag.
Rezept für Spinat-Ricotta-Strudel: würzig und kross
Gefüllte Teigrollen kennen wir heute in unzähligen Varianten. Die Technik des Schichtens und Rollens blickt auf eine weite Reise zurück. Historisch gesehen stammen die Vorläufer aus dem Nahen Osten. Dort verarbeiteten die Menschen schon vor langer Zeit hauchdünne Teigschichten mit Nüssen und süßem Sirup zu Gebäck. Über das Osmanische Reich wanderte diese Zubereitungsart langsam Richtung Mitteleuropa. In Regionen wie Ungarn und Österreich passten die Bäcker die Rezepte an die lokalen Zutaten an. So entstanden im Laufe der Zeit die bekannten Klassiker mit Äpfeln oder Topfen. Die Grundidee blieb jedoch immer gleich. Eine äußere Hülle schützt eine saftige Füllung vor dem Austrocknen und sorgt gleichzeitig für einen texturellen Kontrast.
Wer einen klassischen Ziehteig von Hand herstellt, braucht Geduld und etwas Erfahrung. Die Masse muss intensiv geknetet werden und lange ruhen. Nur so entwickelt sich das Klebereiweiß ausreichend. Anschließend ziehst du den Teig über einem großen Tuch so dünn aus, dass du das Muster des Stoffes durchscheinen siehst. Im Alltag fehlt dafür oft die Zeit.
Glücklicherweise funktionieren fertige Alternativen hervorragend. Blätterteig bringt durch seine vielen buttrigen Schichten eine blättrige Struktur mit. Filoteig wird beim Backen besonders rösch und splittert leicht beim Hineinbeißen. Für dieses Rezept greifst du zu fertigem Teig aus dem Kühlregal. Das macht die Zubereitung absolut alltagstauglich und garantiert ein gleichmäßiges Backergebnis.
Die Zubereitung der Füllung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch. Zuerst schwitzt du feine Zwiebelwürfel und gehackten Knoblauch in etwas Öl glasig an. Diese sorgen für ein gewisses Grundaroma. Dann gibst du den frischen Spinat dazu. Sobald die Blätter durch die Hitze zusammenfallen, nimmst du die Pfanne vom Herd. Es ist wichtig, überschüssige Flüssigkeit abzugießen oder gut auszudrücken. Ist der Spinat zu nass beziehungsweise feucht, weicht er beim Backen den Teig durch. Und der soll ja immerhin schön knusprig werden. Zum Schluss mischst du den italienischen Frischkäse unter das Gemüse und schmeckst mit Gewürzen ab. Ricotta schluckt viel Würze, daher darfst du hier mutig sein.
Breite nun den Teig flach aus und verstreiche die Käse-Gemüse-Mischung darauf. Lass an den Rändern etwas Platz. So kannst du die Seiten einklappen und alles zu einer kompakten Rolle formen. Ab in den Ofen, etwas warten und fertig ist der Spinat-Ricotta-Strudel!
Falls du nun öfter mal selbst Strudel zubereiten möchtest, findest du hier ein bisschen Inspiration. Wie wäre es zum Beispiel mit einem griechischen Spinatstrudel, der Spanakopita? Auch lecker: knuspriger Spinatstrudel-Auflauf und Mangold-Käse-Strudel.
Zutaten
Schritte 1/5
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
Heize den Backofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) oder 180 °C (Umluft) vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. Schäle Zwiebel und Knoblauch und hacke beides fein.
Schritte 2/5
- EL Olivenöl
- 500 g Spinat
- 200 g Ricotta
- 50 g Parmesan
- 1 EL Semmelbrösel
- TL Muskatnuss
- Salz und Pfeffer
Erhitze Olivenöl in einer Pfanne und dünste Zwiebeln und Knoblauch darin glasig an. Gib den Spinat dazu und lass ihn zusammenfallen. Falls er viel Flüssigkeit zieht, gieße diese ab. Nimm die Pfanne vom Herd und rühre Ricotta, Parmesan und Semmelbrösel unter. Würze die Mischung mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer.
Schritte 3/5
- 1 Packung Blätterteig
- 1 Ei
Rolle den Blätterteig auf dem Backblech aus. Besteiche den Teig gleichmäßig mit der Spinat-Ricotta-Masse. Lass dabei ca. 1 cm Platz zu den Rändern. Rolle den Blätterteig von einer Längsseite her auf und drücke die Ränder gut zusammen, damit die Füllung nicht auslaufen kann. Lege den Strudel mit der Naht nach unten auf das Backpapier. Verquirle das Ei und bestreiche den Strudel damit.
Schritte 4/5
Backe den Spinat-Ricotta-Strudel für ca. 25–30 Minuten, bis er goldbraun und knusprig ist.
Schritte 5/5
Lass ihn kurz abkühlen und schneide ihn dann in Scheiben.
Guten Appetit!
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