Schwäbischer Kartoffelsalat

Schwäbischer Kartoffelsalat

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Dominique Birkelbach

Dominique Birkelbach

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Ein echter süddeutscher Beilagenklassiker kommt völlig ohne schwere Cremes oder Mayonnaise aus. Die Basis für schwäbischen Kartoffelsalat bilden lediglich warme Kartoffelscheiben, eine kräftige Brühe, Essig und Öl. Obwohl die Zutatenliste überschaubar wirkt, entsteht durch die richtige Technik eine unvergleichlich sämige Konsistenz. Die Zubereitung erfordert nur wenige Handgriffe und gelingt auch im Alltag problemlos. Wenn du auf der Suche nach einer leichten und gleichzeitig sättigenden Beilage bist, triffst du hiermit eine hervorragende Entscheidung für dein nächstes Abendessen.

Rezept für schwäbischen Kartoffelsalat

Für das beste Ergebnis kaufst du am besten festkochende Sorten. Diese Knollen behalten nach dem Kochen ihre Struktur und zerfallen beim Umrühren nicht zu Brei. Gleichzeitig enthalten sie genau die richtige Menge an Stärke, um die Flüssigkeit später zu binden. Der wichtigste Schritt passiert direkt nach dem Kochen. Du pellst die Kartoffeln noch im heißen Zustand und schneidest sie in feine Scheiben. Nur warme Kartoffeln können die Aromen der Marinade tief in ihr Inneres aufnehmen. Wenn sie bereits abgekühlt sind, verschließt sich ihre Oberfläche und der Salat schmeckt am Ende wässrig.

Die heiße Brühe gießt du schrittweise über die geschnittenen Scheiben. Traditionell kommt hier eine kräftige Rinderbrühe zum Einsatz, aber eine hochwertige Gemüsebrühe funktioniert für eine vegetarische Variante genauso gut. Durch vorsichtiges Vermengen lösen sich feine Stärkepartikel von den Kartoffelrändern. Diese Stärke verbindet sich mit der Flüssigkeit zu einer sämigen Soße. In Süddeutschland bezeichnet man diese typische, leicht feuchte Textur als schlonzig. Lass die Mischung nach der Zugabe der Brühe unbedingt einige Minuten ruhen, damit die Knollen die Flüssigkeit aufsaugen können.

Feine Zwiebelwürfel geben dem Gericht eine angenehme Schärfe und viel Würze. Falls du rohe Zwiebeln nicht gut verträgst, kannst du sie vorher kurz in der heißen Brühe andünsten. Das macht sie milder und bekömmlicher. Für die nötige Frische sorgt ein Schuss Essig, idealerweise ein milder Weißweinessig oder Apfelessig. Ein Teelöffel mittelscharfer Senf unterstützt nicht nur den Geschmack, sondern wirkt auch als Emulgator, der die wässrigen und fettigen Bestandteile zusammenhält. Das Öl gibst du erst ganz zum Schluss hinzu. Fett versiegelt nämlich die Poren der Kartoffeln. Würdest du das Öl zu früh untermischen, könnten die Scheiben die aromatische Brühe nicht mehr aufnehmen. Ein neutrales Pflanzenöl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl passt hier besser als ein dominantes Olivenöl.

Am besten schmeckt diese Beilage, wenn du sie lauwarm servierst. Sie passt hervorragend zu paniertem Schnitzel, klassischen Maultaschen oder gebratenem Fisch. Ein wenig frisch geschnittener Schnittlauch oder gehackte Petersilie bringen kurz vor dem Servieren noch etwas Farbe und ein frisches Krautaroma auf den Teller. Falls du vom Vortag noch gekochte Pellkartoffeln übrig hast, kannst du diese ebenfalls verwenden. Erwärme sie dafür einfach kurz in der Mikrowelle oder übergieße sie mit kochend heißer Brühe, damit sie wieder aufnahmefähig werden. So verwertest du Reste sinnvoll und bereitest im Handumdrehen eine sättigende Mahlzeit zu.

Wenn du jetzt noch mehr Kartoffelsalate probieren willst, dann schau dir unbedingt auch einen ofengerösteten Kartoffelsalat mit Kräuterdressing, einen Kartoffelsalat mit Spargel und diesen Harissa-Tahini-Kartoffelsalat an.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
0 Min.
Backzeit
35 Min.
Ruhezeit
60 Min.

Zutaten

2Portionen
½ kg
Kartoffeln (festkochend)
1
Zwiebeln
2 EL
Weißweinessig
½ TL
Zucker
TL
Salz
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  • Schritte 1/8

    Wasche die Kartoffeln gründlich ab und koche sie mit Schale in reichlich gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten, bis sie gar sind. Gieße sie ab und lass sie kurz ausdampfen.

  • Schritte 2/8

    Pelle sie anschließend und schneide sie in dünne Scheiben.

  • Schritte 3/8

    Schäle die Zwiebeln und würfle sie fein. Erhitze ausreichend Öl in einem Topf und brate die Zwiebeln glasig an.Tipp: Mit einem Multizerkleinerer 🛒 schneidest du die Zwiebeln besonders schnell klein.

  • Schritte 4/8

    Gieße anschließend die Gemüsebrühe dazu, lass alles kurz aufkochen und ziehe den Topf dann vom Herd.

  • Schritte 5/8

    Rühre Weißweinessig, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer in die Brühe, bis sich alles vollständig aufgelöst hat.

  • Schritte 6/8

    Gieße die Brühe gleichmäßig über die Kartoffelscheiben und hebe sie vorsichtig unter. Decke die Schüssel ab und lass den Salat mindestens 1 Stunde ziehen. Rühre ihn gelegentlich um.

  • Schritte 7/8

    Hebe nach der Ziehzeit das restliche Öl unter.

  • Schritte 8/8

    Wasche den Schnittlauch, schüttle ihn trocken, schneide ihn in feine Röllchen. Hebe sie vor dem Servieren unter oder streue sie darüber.

  • Guten Appetit!

    Schwäbischer Kartoffelsalat

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