/images.kitchenstories.io/recipeImages/f6b440b0-8325-4a4e-b851-665811dce75a.jpg)
Irisches Sodabrot backen und ohne Hefe schnell genießen
Der Duft von frisch gebackenem Brot aus dem eigenen Ofen weckt sofort ein wohliges Gefühl. Meistens erfordert dieses Erlebnis allerdings viel Geduld. Klassische Teige mit Hefe oder Sauerteig verlangen nach langen Ruhephasen und aufwendigem Kneten. Wer spontan Lust auf eine knusprige Scheibe hat, wird hier oft enttäuscht. Doch nicht verzagen, denn für solche Momente ist das irische Sodabrot die perfekte Lösung. Es kommt völlig ohne klassische Triebmittel aus und steht in kürzester Zeit dampfend auf dem Tisch.
Schnell gemacht, ohne lange Gehzeit: So backst du irisches Sodabrot
Seinen Ursprung hat dieses das irische Sodabrot wenig überraschend in Irland. In der Vergangenheit eignete sich das dort angebaute Getreide aufgrund seines geringen Klebergehalts kaum für luftige Hefeteige. Die findigen Bäckerinnen und Bäcker griffen stattdessen zu Natron. Dieses Pulver übernimmt zusammen mit einer säurehaltigen Zutat die Aufgabe der Hefe. Sobald das Natron mit der Säure in Berührung kommt, entstehen kleine Bläschen aus Kohlendioxid. Dieser Prozess sorgt dafür, dass der Teig im Ofen nach oben getrieben wird und eine ansprechende Struktur erhält.
Bis heute gehört das rustikale Gebäck zum festen Repertoire in irischen Bäckereien. Das charakteristische Kreuz auf der Oberseite hat übrigens nicht nur optische Gründe. Der tief eingeschnittene Teig kann im Ofen besser aufgehen und durchbäckt gleichmäßiger. Einem alten Aberglauben zufolge sollte das Kreuz zudem böse Geister aus dem Laib vertreiben.
Die wichtigste Komponente für das Gelingen ist Buttermilch. Sie liefert exakt die Säure, die das Natron für seine Reaktion benötigt. Gleichzeitig bringt sie ein feines und leicht säuerliches Aroma mit, das hervorragend zu dem rustikalen Charakter des Brotes passt. Bei der Zubereitung ist vor allem Zurückhaltung gefragt. Anders als bei einem Weizenteig, der ausgiebig bearbeitet werden muss, um das Glutengerüst aufzubauen, verzeiht dieser Teig kein langes Kneten. Du vermengst die trockenen und feuchten Zutaten lediglich so lange, bis sie sich gerade eben zu einer homogenen Masse verbunden haben. Jede zusätzliche Bewegung würde das Brot später zäh und hart machen. Sobald der Teig zusammenhält, formst du ihn zügig zu einem runden Laib und gibst ihn direkt in den vorgeheizten Ofen. Eine Ruhezeit entfällt komplett, da die chemische Reaktion des Triebmittels sofort startet.
Wer ein luftiges Baguette oder ein grobporiges Sauerteigbrot erwartet, wird von der Konsistenz überrascht sein. Die Krume fällt hier deutlich dichter und kompakter aus, bleibt dabei aber wunderbar weich und saftig. Die Kruste entwickelt beim Backen eine intensive goldbraune Farbe und wird angenehm knusprig. Am besten schneidest du das Brot an, solange es noch leicht warm ist. Eine großzügige Schicht salzige Butter reicht völlig aus, um den vollen Geschmack zu genießen. Der Grundteig lässt sich zudem ganz leicht abwandeln. Für eine süßere Variante kannst du etwas Zucker unter das Mehl mischen und eine Handvoll Rosinen oder andere Trockenfrüchte unterheben. So wird aus der herzhaften Beilage schnell ein feines Gebäck für den Nachmittagstee.
Backe doch gleich noch weiter und mache Bananen-Scones, Oliven-Ciabatta oder luftige Hefezöpfchen. Einfach köstlich!
Zutaten
Schritte 1/6
Heize den Backofen auf 230 °C Ober-/Unterhitze vor.
Schritte 2/6
Vermische das Mehl mit dem Salz und Natron.
Schritte 3/6
Häufe die Mischung zu einem kleinen Berg auf und drücke ein Loch in die Mitte. Gieße die Buttermilch in das Loch und vermische alles mit einem Holzlöffel, bis sich ein gerade so zusammenhängender Teig bildet.
Schritte 4/6
Lege den Teig auf eine bemehlte Fläche und knete ihn ein paar Mal, bis er etwas gleichmäßiger ist. Knete jedoch nicht zu lange, 2-3 Minuten reichen vollkommen aus.
Schritte 5/6
Lege den Teig auf ein mit Backpapier ausgeschlagenes Backblech und ritze mit einem scharfen Messer ein X in die Oberfläche.
Schritte 6/6
Backe das Brot 15 Minuten, dann verringere die Temperatur auf 200 °C und rotiere das Brot, sodass die Rückseite nun nach vorne zeigt. Backe es weitere 25 Minuten, bis die Stäbchenprobe sauber und das Brot goldbraun ist.
Guten Appetit!
/images.kitchenstories.io/recipeImages/f6b440b0-8325-4a4e-b851-665811dce75a.jpg)
/images.kitchenstories.io/userImages/994462f9-e695-468d-af6f-6436bece71f0.jpg)