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Sauerteigbrot mit Laugenkruste: frisch aus dem Ofen
Wenn du den Backofen öffnest, strömt dir sofort der typische Duft einer frisch gebackenen Brezel entgegen. Gleichzeitig verbirgt sich unter der tiefbraunen Kruste die saftige Krume eines klassischen Sauerteigbrots. Diese Kombination bringt das Beste aus zwei Backwelten zusammen. Du erhältst ein Gebäck, das durch seine rustikale Optik auffällt und geschmacklich absolut überzeugt. Schon die erste noch warme Scheibe macht Lust auf mehr. Egal, ob du den Tag gerade erst beginnst oder eine deftige Mahlzeit am Abend planst, dieses Brezel-Sauerteigbrot passt zu jeder Gelegenheit.
Brezel-Sauerteigbrot: würziges Brot für Frühstück und Brotzeit
Geschlungenes Laugengebäck hat eine lange Tradition und gilt bis heute als Aushängeschild vieler Handwerksbäckereien. Vor allem im süddeutschen Raum gehört die Brezel fest zur Esskultur. Sie schmeckt pur mit etwas Butter oder begleitet deftige Wurstwaren. Den unverwechselbaren Charakter erhält der Teig durch ein kurzes Bad in Natronlauge vor dem Backen. Die Lauge reagiert im heißen Ofen mit den Proteinen und dem Zucker im Mehl. Dadurch entsteht nicht nur die glänzende kastanienbraune Oberfläche. Es entwickelt sich auch das typisch malzige Aroma, das wir alle an frischem Laugengebäck schätzen.
Auf der anderen Seite bringt der Sauerteig Tiefe und handwerkliche Qualität in dein Rezept. Du brauchst für die Zubereitung ein wenig Geduld, da die Hefen und Milchsäurebakterien Zeit brauchen, um ihre Arbeit zu verrichten. Während der Teigruhe fermentiert die Masse langsam. Dieser Prozess baut schwer verdauliche Bestandteile des Mehls ab und sorgt für eine hervorragende Bekömmlichkeit. Das Ergebnis wirkt auf den ersten Blick vertraut, überrascht beim Hineinbeißen aber mit einer unerwarteten Komplexität.
Ein kräftiges Aroma steht bei diesem Brezel-Sauerteigbrot absolut im Mittelpunkt. Die äußere Schicht splittert beim Anschneiden leicht und liefert kräftige Röstnoten. Im Kontrast dazu steht das Innere des Laibs. Die Milchsäurebakterien steuern eine feine säuerliche Nuance bei, die den Geschmack wunderbar ausbalanciert. Deine Teigkrume wird durch die lange Reifezeit großporig, extrem elastisch und speichert viel Feuchtigkeit. Dadurch behält jede einzelne Scheibe einen angenehmen Biss und trocknet auch nach mehreren Tagen nicht aus. Das Zusammenspiel von knuspriger Hülle und weichem Kern macht jeden Bissen spannend.
Du kannst dieses Brezel-Sauerteigbrot auf unterschiedlichste Weise servieren. Eine dicke Schicht cremiger Butter und etwas frisch geschnittener Schnittlauch reichen völlig aus, um den Eigengeschmack zu unterstreichen. Genauso gut harmoniert die malzige Note mit gereiftem Bergkäse oder kräftigen Aufstrichen. An kalten Tagen eignet sich eine dicke Scheibe hervorragend, um den Rest einer wärmenden Suppe aus dem Teller zu tunken.
Wenn es mal schnell gehen soll, kannst du dir ein 40-Minuten-Vollkornbrot backen. Bist du experimentierfreudig und backst dir ein Feigen-Walnuss-Brot oder ein krosses Joghurt-Brot aus dem Topf.
Zutaten
Schritte 1/13
- 200 g Sauerteig-Starter
- 360 ml lauwarmes Wasser
- 300 ml lauwarme Milch
- 2 TL Honig
Verrühre den Sauerteig-Starter mit dem lauwarmen Wasser, der Milch und dem Honig in einer großen Schüssel.
Schritte 2/13
- 1000 g Weizenmehl
Gib das Mehl dazu und vermische alles zu einem groben Teig. Lasse ihn 30 Minuten abgedeckt ruhen.
Schritte 3/13
- 20 g Salz
- 100 g Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter)
Füge nun Salz und die weiche Butter hinzu. Knete den Teig etwa 8 bis 10 Minuten, bis er glatt und geschmeidig ist.
Schritte 4/13
Decke die Schüssel ab und lasse den Teig bei Zimmertemperatur etwa 8 Stunden ruhen. Falte ihn in dieser Zeit nur ein- bis zweimal mit leicht angefeuchteten Händen von außen zur Mitte.
Schritte 5/13
Gib den Teig anschließend auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Forme ihn rund und ziehe die Oberfläche schön straff.
Schritte 6/13
Lege den Teig mit dem Schluss nach oben in ein gut bemehltes Gärkörbchen oder in eine mit einem Tuch ausgelegte Schüssel. Stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank.
Schritte 7/13
- 2 l Wasser
- 70 g Laugenperlen
Bereite am nächsten Tag das Laugenbad vor. Löse dafür die Laugenperlen vorsichtig im Wasser auf.
Schritte 8/13
Stürze den kalten Teigling aus dem Gärkörbchen und tauche ihn für einige Sekunden in das Laugenbad. Lasse ihn kurz abtropfen.
Schritte 9/13
Setze mit einem scharfen Messer einen tiefen Schnitt in die Oberfläche und lege den Teig in einen heißen gusseisernen Topf oder Bräter.
Schritte 10/13
Backe das Brezel-Sauerteigbrot zuerst bei 230 °C Ober-/Unterhitze mit Deckel für 30 Minuten.
Schritte 11/13
Nimm dann den Deckel ab und backe das Brot bei 210 °C weitere 15 bis 20 Minuten goldbraun fertig.
Schritte 12/13
- etwas Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter)
- grobes Salz
Bestreiche das noch heiße Brot direkt nach dem Backen mit etwas geschmolzener Butter und streue grobes Salz darüber.
Schritte 13/13
Lasse es vor dem Anschneiden kurz auskühlen.
Guten Appetit!
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