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Nutri-Score: Was das Update 2026 für dich ändert
Endlich Durchblick im Ampel-Dschungel
Redaktionsassistent bei Kitchen Stories
Blick in den Einkaufswagen
Hast du dich auch schon mal gefragt, warum dein geliebtes Toastbrot plötzlich ein grünes A trägt? Wer kennt es nicht: Man steht hungrig im Supermarkt und die bunte Nährwertampel leuchtet einem entgegen. Doch während wir versuchen, die schnellste Wahl für das Abendessen zu treffen, brennt auf TikTok und Instagram die Hütte. Viele Influencer schlagen Alarm und behaupten, das System sei irreführend. Aber steckt hinter dem bunten Buchstaben-Rätsel wirklich eine Mogelpackung oder verstehen wir das Tool einfach nur falsch?
Neue Regeln im Regal
Vielleicht ist dir aufgefallen, dass sich seit Anfang 2026 etwas verändert hat. Die Hersteller sind nun endlich dazu verpflichtet, eine neue Berechnungsformel anzuwenden. Das bedeutet für uns: Schluss mit dem Schönrechnen! Zucker und Salz werden jetzt deutlich strenger bestraft, während wertvolle Ballaststoffe mehr Applaus in der Bewertung bekommen. Es wird also ungemütlicher für versteckte Dickmacher, was uns beim bewussten Genießen absolut in die Karten spielt.
Der Kategorien-Trick
Der größte Stolperstein bei der ganzen Sache ist ein Missverständnis, das viele von uns teilen. Ein Nutri-Score A macht aus einem Ketchup noch lange keinen Brokkoli. Die Ampel vergleicht nämlich immer nur Produkte innerhalb einer Kategorie. Das heißt, dein Toastbrot mit dem grünen A ist lediglich die cleverere Wahl im Vergleich zum Toast mit dem C – gesund im absoluten Sinne ist es deshalb nicht unbedingt. Wenn du das im Hinterkopf behältst, wird das Label vom verwirrenden Sticker zum echten Komplizen für deine Vorratskammer.
Was Studien verraten
Trotz der Kritik von Profis, die sich mehr Tiefe wünschen, zeigen Studien einen klaren Vorteil für uns. Der Nutri-Score hilft uns nachweislich dabei, bei Fertigprodukten zur besseren Alternative zu greifen. Das Beste daran ist, dass viele Marken ihre Rezepturen sogar heimlich verbessern, um ein schöneres Label zu ergattern. Auch wenn die Kennzeichnung für Unternehmen leider immer noch freiwillig ist, gibt sie uns ein Stück Orientierung zurück. Am Ende entscheidest du, was in deinen Topf kommt, aber ein kleiner Wegweiser schadet beim nächsten Einkauf sicher nicht.
Verfasst am 23. Januar 2026