Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Vom Notnahrungsmittel zum Trendgemüse: Die Steckrübe feiert derzeit ein wahres Comeback in der modernen Küche. Lange Zeit galt sie als typisches Arme-Leute-Essen, denn schließlich war die so genannte Kohlrübe in winterlichen Kriegszeiten häufig das einzige, das es zu essen gab.

Mittlerweile kommt das Wintergemüse jedoch als moderne Steckrüben-Pommes, cremiges Süppchen, ganz klassisch in Eintöpfen oder als kalorienarmes Steckrübenmus immer öfter auf unsere Teller. Wir verraten dir, was du sonst noch über den Allrounder des Winters wissen musst und zeigen dir drei leckere, neue Steckrübenrezepte!

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1. Hallo, mein Name ist Steckrübe

Die Steckrübe ist ein klassisches Herbst- und Wintergemüse. Botanisch gesehen ist sie eine Kreuzung aus Herbstrübe und Kohlrabi, und auch wenn man es ihr nicht ansieht: eine Unterart vom Raps. Sie gilt als recht anspruchloses Gemüse und wird daher in verschiedenen Teilen der Welt mit gemäßigtem Klima angebaut. Im 17. Jahrhundert gelang die Steckrübe über Skandinavien zu uns nach Deutschland und trägt daher auch den Beinamen "schwedische Rübe". Ihr genauer Ursprung ist jedoch bis heute ungeklärt.

Im Gemüseregal erkennt man die Knolle an ihrer rundlich-ovalen Form und ihrer beige-rotbraunen Schale; ihr Fruchtfleisch hingegen ist gelblich-orange. Den Geschmack der Steckrübe kann man am besten als herb-süßlich beschreiben, oftmals wird sie dabei auch mit Pastinaken und Kohl verglichen. Die kleineren Rüben haben in der Regel ein zarteres Aroma, während die größeren Knollen eher holzig schmecken.

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Mit nur sehr wenigen Kalorien und Kohlenhydraten, dafür aber vielen gesunden Inhaltstoffen, gilt die Steckrübe als ausgesprochen figurfreundliches und gesundes Gemüse. Besonders beachtlich ist dabei ihre Vitaminvielfalt: Die Knolle enthält eine große Menge Vitamin C (welches bekanntlich die Abwehrkräfte stärkt), Vitamin K (besonders wichtig für die Blutgerinnung), Vitamin E, zahlreiche Vitamine der B-Gruppe, darunter Folsäure, sowie Beta-Carotin, das auch als Vorstufe zum Vitamin A bekannt ist und die Sehkraft unterstützt.

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2. Wann du Steckrüben kaufen solltest

Die Haupterntezeit der Steckrübe ist zwischen Oktober und November. Durch ihre gute Lagerfähigkeit bekommst du sie jedoch noch bis in den März auf Märkten, in Hofläden und Supermärkten mit einer großen Gemüseauswahl – sogar aus heimischem Anbau! Außerhalb der Saison erhältst du sie meist als Lagerware aus dem Norden Europas, vereinzelt findest du Steckrüben aber auch tiefgekühlt.

Eine frische Steckrübe erkennst du an einer, glatten und unversehrten Schale und an ihrem festen, prallen Fleisch. Von Steckrüben mit braunen Flecken und welken Blättern solltest du hingegen lieber die Finger lassen, dies zeugt meist von mangelnder Frische.

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3. So lagerst du Steckrüben richtig

Die Steckrübe mag es am liebsten kühl und trocken. Im Gemüsefach deines Kühlschrankes kannst du sie problem bis zu drei Wochen aufbewahren, im Keller sogar bis zu drei Monaten.

Möchtest du nur einen Teil der Steckrübe verbrauchen, solltest du die Anschnittfläche mit Frischhaltefolie abdecken. Achte jedoch darauf, dass die Steckrübe vor und während des Lagerns nicht mit Wasser in Berührung kommt, denn dadurch könnte sie vorzeitig schimmeln. Hast du eine größere Menge an Steckrüben gekauft, kannst du sie auch blanchieren und portionsweise einfrieren – so hält sie sich bis zu 6 Monaten.

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4. Wie du Steckrüben richtig zubereitest

Da die Schale der Steckrübe oft von gröberem Schmutz überzogen ist, solltest du sie vor der Zubereitung zunächst gründlich mit fließendem Wasser reinigen, bei besonders hartnäckigen Krusten kannst du ihr auch mit einer Gemüsebürste zu Leibe rücken.

Ist die Steckrübe sauber, entfernst du den Strunk und schneidest das untere Ende ab. Danach kannst du sie halbieren oder vierteln und die Schale mit einem Schälmesser entfernen. Nun kommt es darauf an, wie du deine Steckrübe weiterverarbeiten möchtest.

Von Steckrübeneintopf bis Steckrübenmus ist die Rezeptvielfalt endlos. Du kannst sie dünsten, braten und sogar roh essen. In Stifte geschnitten, marinierst du sie mit etwas Olivenöl und Gewürzen und backst sie anschließend zu Steckrüben-Pommes. Die Garzeit ist dabei von der Größe der Stücke als auch von den Temperaturen bei der Zubereitung abhängig.

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5. Was du jetzt kochen solltest

In dieser Woche werden wir einige neue Steckrüben-Rezepte veröffentlichen, also schau immer mal wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesem Rezept:

Und wie bereitest du Steckrüben am Liebsten zu? Erzähle uns davon in den Kommentaren, lade ein Foto deiner Kreationen hoch oder schicke dein Lieblingsrezept an community@kitchenstories.com!

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