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Großbritannien verbietet Junk-Food-Werbung vor 21 Uhr

Großbritannien verbietet Junk-Food-Werbung vor 21 Uhr

Warum Großbritannien jetzt Schokolade und Chips von den Bildschirmen verbannt

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Tung Nguyen

Redaktionsassistent bei Kitchen Stories

Ein gesünderer Feierabend?

Hast du dich jemals gefragt, warum wir genau dann Lust auf Schokolade bekommen, wenn wir gemütlich auf der Couch sitzen? In Großbritannien gehört dieser gezielte Heißhunger bald der Vergangenheit an, zumindest wenn es nach dem Fernseher geht. Ab sofort verschwinden Eiscreme, Schokolade und süße Snacks vor 21 Uhr von den Bildschirmen. Das Ziel hinter dieser radikalen Maßnahme ist klar: Die britische Regierung will der Fettleibigkeit den Kampf ansagen und vor allem die Jüngsten unter uns schützen. Da jedes zehnte Kind bereits im Vorschulalter als fettleibig gilt, soll der Verzicht auf bunte Werbewelten für Zucker und Fett den Alltag ein Stück gesünder machen.

Das Ende der Online-Sünden

Doch das Verbot macht nicht beim klassischen Fernsehen halt, denn das Internet wird sogar noch strenger reglementiert. Während wir uns im TV erst nach der Primetime über ungesunde Leckereien informieren lassen dürfen, ist Online-Werbung für diese Produkte nun komplett untersagt. Die Lebensmittelbranche hatte diesen Schritt lange Zeit durch Lobbyarbeit verzögert, doch nun ist der Startschuss nach einer längeren Wartezeit endlich gefallen. Interessanterweise hatten sich viele Unternehmen bereits im Vorfeld freiwillig dazu bereit erklärt, den Druck aus der Werbung zu nehmen. In der Bevölkerung wird der Schritt jedoch hitzig diskutiert, da die Meinungen über staatliche Eingriffe in unsere Essgewohnheiten weit auseinandergehen.

Ein Lächeln ohne Karies

Warum das Ganze so wichtig ist, zeigt ein erschreckender Blick auf die Statistik zur Zahngesundheit. Da bereits jedes fünfte Kind im Alter von fünf Jahren unter Karies leidet, sehen Gesundheitsexperten in dem Werbestopp eine riesige Chance für die Prävention. Es geht also nicht nur um das Gewicht, sondern um ein rundum gesünderes Aufwachsen ohne den ständigen Einfluss von zu viel Salz oder Zucker. Ob diese Maßnahme ausreicht, um die Gewohnheiten langfristig zu ändern, bleibt abzuwarten, doch der erste Schritt in eine werbefreie Zone für Junkfood ist gemacht.

Verfasst am 7. Januar 2026

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