Die 4 häufigsten Fehler, die man als Kochanfänger begeht

Alexandra

Kontributorin

Als ich mit dem Kochen begann, war meine größte Angst, mir (und den Menschen in meiner Umgebung) eine Lebensmittelvergiftung zu verschaffen. Also fing ich damit an, meine Kochutensilien zu waschen, sobald sie mit rohem Fleisch in Berührung kamen. Das ging so weit, dass ich am Ende die Hälfte meiner Kochzeit damit verbrachte, sämtliche Küchengeräte zu säubern. Über viele andere Fehler, die ich gemacht habe, war ich mir bis vor kurzem nicht mal bewusst.

Egal, ob du ein Kochanfänger bist oder schon dein Leben lang in der Küche stehst – hier sind vier Fehler, die wir wahrscheinlich alle schon gemacht haben und aus denen wir lernen können, um bessere Köche und Köchinnen zu werden. 

1. Zutaten ersetzen oder weglassen

Wenn du gerade erst mit dem Kochen beginnst, kann es schnell passieren, dass du dir der Bedeutung und den Unterschieden zwischen einzelnen Zutaten noch nicht bewusst bist. Frische Kräuter geben deinem Gericht einen anderen Geschmack als getrocknete Kräuter, Backpulver und Backnatron sind nicht das gleiche und selbst nur einen Teelöffel von einer Zutaten wegzulassen, könnte deinen ganzen Kuchen ruinieren. 

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Mit etwas Übung und Erfahrung wirst du dir aber schnell das nötige Wissen aneignen und ein Gefühl dafür bekommen, wann und wo du Zutaten ersetzen kannst . Ob und wie du zum Beispiel unterschiedliche Zuckersorten ersetzen kannst, kannst du hier nachlesen . Für den Anfang empfehlen wir dir jedoch, dich genau ans Rezept zu halten. Am besten funktioniert das, wenn du das Rezept vor dem Kochen einmal komplett durchliest, um sicher zu gehen, dass du alle Zutaten vorrätig hast und für jeden Schritt vorbereitet bist. 

Unser Tipp: Wenn du vor dem Kochen schon alle Zutaten vorbereitest, schneidest und abwiegst, sparst du einiges an Zeit und Aufwand und musst nicht bei jedem Schritt zum Kühlschrank oder in die Vorratskammer laufen. 

2. Die falschen Utensilien

Wenn die richtigen Zutaten der Schlüssel sind, um fast alles in deiner Küche zu zaubern, dann sind die richtigen Utensilien auf jeden Fall ein wichtiges Teil des Koch-Puzzles. Für den Anfang empfehlen wir dir ein scharfes Kochmesser, ein Schneidebrett, einen großen Kochlöffel und ein Küchenthermometer. Danach kannst du damit beginnen, deine Schubladen mit Schneebesen, feinen Reiben und anderen Dingen zu füllen.  

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Die richtige Größe von Auflauf- und Backformen ist sowohl fürs Kochen als auch fürs Backen äußerst wichtig. Was passiert zum Beispiel, wenn du einen Schokoladenkuchen machen möchtest und statt einer 23-cm-großen runden Backform eine 30-cm-große quadratische Form verwendest? Damit vergrößerst du die Oberfläche des Kuchens, wodurch er schneller und wahrscheinlich auch “über-backt”. Das gleiche passiert auch beim Braten – wenn wir eine Pfanne mit der falschen Größe benutzen, kann es sein, dass wir zu viele Zutaten auf kleinem Raum haben, die dadurch eher dämpfen als braten. Dieser Fehler passiert sehr schnell – lässt sich aber genauso einfach vermeiden.  

Unser Tipp: Mit nur wenigen Küchenutensilien kannst du schon viel erreichen. Daher solltest du für den Anfang vielseitig verwendbare Utensilien nehmen, die jedoch genau zu dir und den Gerichten, die kochen möchtest, passen. So kannst du sicher sein, dass du immer die richtige Pfanne griffbereit hast.

3. Zwischen halbgar und zerkocht

Der nächste Fehler ist eine größere Herausforderung, die nicht ganz einfach zu meistern ist. Mit deinen neuen besten Freunden an deiner Seite – dem Küchenthermometer und einer Tabelle für Lebensmittelsicherheit – wirst du jedoch Herr (oder Frau) der Lage! Die meisten Fleischsorten haben eine Kerntemperatur, die sie erreichen müssen, um gar gekocht zu sein und bedenkenlos gegessen werden zu können. Diese Kerntemperatur solltest du sowohl bei einer Hähnchenbrust als auch bei Schweinekoteletts überprüfen. Wenn du Rindfleisch blutig oder Fisch roh zubereiten möchtest, ist die Qualität deiner Zutaten das A und O. Verwendst Du diese Technik, um deine Steaks jedes Mal perfekt zu kochen.

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Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, kalte oder gefrorene Lebensmittel in eine kalte Pfanne oder den Backofen zu geben. Gefrorenes Fleisch solltest du immer erst auf Raumtemperatur aufwärmen, bevor du es weiterverarbeitest. Dafür kannst du es in die Mikrowelle geben (es gibt sogar eine spezielle Einstellung dafür) oder einfach in der Küche stehen lassen, bis dein Fleisch knapp auf Raumtemperatur ist. Wie lang dieser Vorgang dauert, hängt sowohl vom Gewicht und der Fleischsorte ab, als auch davon, wie es geschnitten ist. Nur wenn dein Fleisch auf Raumtemperatur ist, kann es auch gleichmäßig garen. 

Zum Schluss ist es auch wichtig, deine Pfanne erst auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen, bevor du deine Zutaten hineinlegst – das ist der Trick, um Fleisch oder Gemüse richtig anzubraten.

Unser Tipp: Ein Küchenthermometer hilft dir dabei, Lebensmittel nicht halbgar zuzubereiten oder zu zerkochen. Es ist eines dieser Utensilien, auf das du dich immer mehr verlassen wirst. Verwende diese Technik, um deine Steaks jedes Mal perfekt zuzubereiten.

4. Richtig abschmecken

Während du ein Gericht kochst, musst du es immer wieder probieren und abschmecken – natürlich solltest du damit warten, bis rohes Fleisch gar ist. Salz und Pfeffer unterstützen die natürlichen Aromen von Zutaten und sollten bei fast jedem Schritt des Kochprozesses hinzugefügt werden. Ein Stück Fleisch oder Fisch sollte sowohl vor als auch nach dem Kochen gewürzt werden, um den Geschmack zu verbessern. Mit einer Prise hier und da wird dein Gericht die ganze Zeit gut gewürzt sein – und das macht einen guten Koch aus!

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Unser Tipp: Würze vor, während und nach dem Kochen -  die besten Resultate wirst du erzielen, wenn du bei jedem Schritt an Salz und Pfeffer denkst. Dabei solltest du jedoch beachten, dass es spezielle Zutaten gibt, die selbst schon einen salzigen Geschmack mit sich bringen (z. B. Parmesan oder Sardellen). In diesem Fall solltest du vorsichtig sein, um dein Gericht nicht zu versalzen.

Hast du noch mehr Tipps auf Lager? Welche Fehler hast du als Kochanfänger gemacht, aus denen andere lernen können? Verrate sie uns in den Kommentaren!