3 Gründe, warum du öfter Trockenbohnen kaufen solltest

Kathrine

Redaktionsassistentin

Bohnen sind eine wunderbare Quelle für Proteine, Eisen und Ballaststoffe – und falls du dich fleischfrei ernährst, sind sie wahrscheinlich ein wesentlicher Bestandteil der meisten deiner Gerichte.

So gutmütig und nachsichtig sich Bohnen in der Zubereitung deiner Speisen auch zeigen, wirst du vielleicht feststellen, dass die Konservendosen, gefüllt mit sämtlichen Bohnensorten, so allmählich deine Speisekammer übernehmen. Und was sollst du eigentlich mit der übrigen halben Dose Kidneybohnen von der Zubereitung des letzten Chili con Carnes anstellen? Von den wohl bekannten "Nebenwirkungen" der Bohnen ganz zu schweigen. 

Tatsächlich gibt es jedoch eine Lösung für all diese Szenarien – indem du die Konservendosen gegen getrocknete Bohnen eintauschst und einen einfachen Schritt in deine Abendroutine einbaust: Zeit zum Einweichen!

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Warum solltest du Bohnen extra einweichen?

1) Getrocknete Bohnen sind ein echtes Schnäppchen! Du kannst den Preis pro Portion halbieren, wenn du getrocknete Bohnen anstelle von Dosen kaufst. Plus: Es ist super einfach, die genaue Menge abzumessen, die du für ein Rezept benötigst, ohne auf anschließend auf den Resten sitzen zu bleiben.

2) Dein Magen wird es dir danken! Wenn du Trockenbohnen verwendest und sie vor dem Kochen einweichst, kann dies dazu beitragen, die komplexe Stärke in den Bohnen aufzubrechen, die enthaltene Phytinsäure zu neutralisieren und die Verdauung zu erleichtern – bye bye, Blähbauch!

3) Du hast die volle Kontrolle darüber, was du konsumierst. Konservierte Bohnen können viel Natrium und die Industriechemikalie BPA enthalten – ein synthetisches Östrogen, das mit ernsten Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht wird. Anstatt zu versuchen, das Herstellungsetikett zu entschlüsseln, wechsle doch lieber gleich zu Trockenbohnen – da siehst du auch, was du bekommst!

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Trockenbohnen richtig einweichen

Jetzt, da wir die erstaunlichen Vorteile von getrockneten Bohnen gefeiert haben, könnte dir der Haken an der Sache vielleicht bereits in den Sinn gekommen sein: Ja, es erfordert etwas Vorbereitung. Aber lass dir gesagt sein, der Aufwand lohnt sich! Zudem verkürzt das Einweichen auch gleichzeitig die Kochzeit. Also nichts wie ran an die Bohne!

Beginne immer damit, deine Bohnen auszubreiten und nach gebrochenen oder schlechten Exemplaren Ausschau zu halten. Spüle sie anschließend in einem Sieb unter kaltem, fließendem Wasser gut ab. Nachdem die Bohnen vorbereitet sind, kannst du zwischen zwei Einweichmethoden wählen: 

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Die traditionelle Methode: Bedecke die Bohnen einfach mit reichlich kaltem Wasser und lasse sie für mindestens 8 Stunden bzw. über Nacht einweichen. Anschließend kannst du sie nochmals mit kaltem Wasser abspülen und zum Kochen verwenden. 

Die heiße Methode: Bohnen und Wasser in einem Verhältnis von 1: 3 in einen Topf geben, zum Kochen bringen und 4 Min. kochen lassen. Die Bohnen vom Herd nehmen, mit einem Deckel bedecken und so mindestens 4 Std. einweichen lassen. Anschließend mit kaltem Wasser abspülen und schon sind sie bereit zum Kochen. (Wenn du es eilig hast, kannst du die Einweichzeit auch auf 1 Std. reduzieren, jedoch erzielst du so möglicherweise nicht dieselbe cremige Textur der Bohnen.)

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Hast du deine Bohnen im Wasser vergessen? Keine Panik, du kannst die Bohnen problemlos bis zu 24 Std. einweichen lassen.

Natürlich ist man beim Einweichen von Bohnen nicht so flexibel wie bei solchen aus der Dose, die man jederzeit zur Hand hat – und sogar der größte Einweich-Profi hat wahrscheinlich eine Notfallkonserve Kichererbsen in der Speisekammer gelagert. Doch wenn du ganz einfach diesen schnellen Schritt des Einweichens in deine Abendroutine einbaust, wirst du dich am nächsten Tag über perfekte, kochfertige Bohnen freuen können. Also nicht vergessen: Zähne putzen und Bohnen einweichen!