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Frikadellen mal anders: mit Radieschen und Kräuterdip
Meistens landen Radieschen roh im Salat oder auf einem Butterbrot. Brätst du das Wurzelgemüse an, verändert sich sein Charakter komplett. Die scharfen ätherischen Öle machen Platz für eine feine süßliche Note. Genau diesen Effekt nutzen wir für diese Radieschen-Bratlinge mit Kräuterdip. In der Pfanne bekommen sie eine goldbraune Kruste, während das Innere wunderbar saftig bleibt. Hier kommt das spannende Rezept, das in 30 Minuten auf dem Tisch steht.
Ran an den kleinen Rettich: Radieschen-Bratlinge mit Kräuterdip
Radieschen bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Reibe das Gemüse deshalb grob und drücke die Raspeln anschließend kräftig aus. Am besten funktioniert das, wenn du die Masse in ein sauberes Küchentuch gibst und die Flüssigkeit herauswringst. Erst danach mischst du die trockenen Gemüseraspeln mit Stärke und Semmelbröseln. Die Stärke bindet die restliche Feuchtigkeit, während die Brösel für die nötige Struktur sorgen. So zerfallen die Patties beim Wenden in der Pfanne nicht.
Zu den warmen Gemüsepuffern brauchst du einen kühlen Gegenpol. Ein einfacher Dip aus Joghurt bildet dafür die ideale Basis. Rühre reichlich fein gehackte Kräuter unter. Petersilie und Schnittlauch bringen eine würzige Frische mit, aber auch Dill passt hervorragend zu den gebratenen Radieschen. Außerhalb der Saison greifst du einfach zu tiefgekühlten Kräutermischungen.
Du kannst die Radieschen-Bratlinge mit Kräuterdip vielseitig kombinieren. Pellkartoffeln sind eine traditionelle Beilage, die sich wunderbar mit dem Kräuterdip vermengt. Für eine leichtere Mahlzeit mischst du einen knackigen Blattsalat mit einem säuerlichen Senfdressing oder bereitest einen frischen Gurkensalat zu. Die Patties eignen sich auch hervorragend als Füllung für Sandwiches oder Wraps. Erwärme dafür ein Fladenbrot und bestreiche es großzügig mit dem Joghurt. Lege die heißen Bratlinge hinein und ergänze das Ganze mit feinen Ringen aus roten Zwiebeln und frischen Tomatenscheiben.
Die Gemüsemasse für die Bratlinge lässt sich problemlos im Voraus zubereiten. Du kannst die geformten Puffer abgedeckt im Kühlschrank lagern und erst kurz vor dem Essen braten. Lust, noch mehr Puffer und Bratlinge auszuprobieren? Dann mache auch unbedingt diese Linsen-Bratlinge mit Koriander-Limetten-Salat oder Erdnuss-Kidneybohnen-Bratlinge. Als Dessert schmecken auch diese süßen Brotlinge mit Kompott.
Zutaten
Schritte 1/10
Wasche die Radieschen und reibe sie grob.Tipp: Das funktioniert gut mit einer Vierkantreibe 🛒.
Schritte 2/10
- Salz
Mische sie mit 1/2 TL Salz und lass sie etwa 10 Minuten ziehen.
Schritte 3/10
- Bund Frühlingszwiebeln
Putze die Frühlingszwiebeln, wasche sie und schneide sie in feine Ringe.
Schritte 4/10
Drücke die Radieschen sehr gut aus, damit die Masse nicht wässrig ist.
Schritte 5/10
- Salz
- ⅓ EL Semmelbrösel
- ¼ EL Speisestärke
- 25 g Joghurt
- ⅛ Ei
- Pfeffer
Verrühre die ausgedrückten Radieschen mit Frühlingszwiebeln, Semmelbröseln, Stärke, 4 EL von dem Joghurt und dem Ei. Würze Salz und Pfeffer. Falls die Masse zu feucht ist, gib mehr Semmelbrösel dazu.
Schritte 6/10
Forme aus der Masse etwa 20 kleine Bratlinge.
Schritte 7/10
- ⅝ EL Öl
Erhitze portionsweise Öl in einer Pfanne und brate die Bratlinge pro Seite einige Minuten goldbraun.
Schritte 8/10
- ⅛ EL frischer Schnittlauch
- ⅛ EL Petersilie
Wasche Schnittlauch und Petersilie, schüttle sie trocken, schneide sie fein.
Schritte 9/10
Hebe die Kräuter unter den Joghurt, vermische alles gut und würze mit Salz und Pfeffer.
Schritte 10/10
Serviere die Bratlinge mit dem Kräuterdip.
Guten Appetit!
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