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Himbeer-Minz-Marmelade
Ein ausgiebiges Frühstück am Wochenende verlangt nach einem richtig guten Aufstrich. Während herzhafte Beläge oft wechseln, bleibt die Sehnsucht nach etwas Süßem auf einem warmen Brötchen oder einer Scheibe knusprigem Sauerteigbrot meist konstant. Genau hier kommt eine hausgemachte Himbeer-Minz-Marmelade ins Spiel. Sie fängt die warme Jahreszeit in einem Glas ein und bringt eine wunderbare Balance aus intensiver Frucht und feiner Frische auf den Tisch.
Himbeer-Minz-Marmelade: Sommer im Glas
Selbst gemachte Fruchtaufstriche sind oft viel unkomplizierter, als viele annehmen. Du brauchst weder spezielle Vorkenntnisse noch eine professionelle Ausrüstung, um dir einen kleinen Vorrat anzulegen. Der Prozess des Einkochens erfordert lediglich ein wenig Aufmerksamkeit am Herd. Wenn die Beeren langsam weich werden und ihren Saft abgeben, entfaltet sich ein intensiver Duft in der ganzen Küche. Die Zugabe der Minze erfolgt am besten erst gegen Ende der Kochzeit. So verhinderst du, dass die feinen ätherischen Öle der Kräuter durch zu lange Hitzeeinwirkung verdampfen oder bitter werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch nennen wir fast jeden süßen Fruchtaufstrich Marmelade. Streng genommen gibt es jedoch eine klare rechtliche Unterscheidung. Der Begriff Marmelade ist offiziell ausschließlich Produkten aus Zitrusfrüchten wie Orangen oder Zitronen vorbehalten. Alles, was aus anderen Früchten wie Erdbeeren, Kirschen oder eben Himbeeren gekocht wird, heißt eigentlich Konfitüre.
Im Alltag spielt diese Unterscheidung allerdings kaum eine Rolle und der Begriff „Marmelade“ hat sich fest etabliert. Wichtiger als der Name ist ohnehin die richtige Konsistenz. Himbeeren enthalten von Natur aus relativ wenig eigenes Pektin. Das ist der Stoff, der dafür sorgt, dass die Masse beim Abkühlen geliert und fest wird. Deshalb greifst du am besten zu einem handelsüblichen Gelierzucker, der bereits die exakt abgestimmte Menge an Pektin und etwas Zitronensäure enthält.
Damit dein Aufstrich auch nach Monaten im Vorratsschrank noch einwandfrei schmeckt, ist Hygiene das oberste Gebot. Bevor du die heiße Fruchtmasse abfüllst, musst du die Einmachgläser gründlich sterilisieren. Spüle die Gläser und die passenden Deckel dafür zunächst heiß aus und koche sie anschließend für etwa zehn Minuten in einem großen Topf mit sprudelndem Wasser aus. Fülle die heiße Himbeer-Minz-Mischung zügig und fast bis zum Rand in die vorbereiteten Gläser ab. Verschließe sie sofort fest. Durch die Hitze entsteht beim Abkühlen ein Vakuum, das den Deckel fest anzieht und den Inhalt auf natürliche Weise haltbar macht. Bewahre die fertigen Gläser an einem kühlen und dunklen Ort auf, damit die intensive Farbe lange erhalten bleibt.
Willst du jetzt noch mehr Marmeladen selbst machen? Wie wäre es mit einer Rhabarbermarmelade, einer Feigenmarmelade oder vielleicht doch lieber einer Apfelmarmelade?
Zutaten
Schritte 1/4
- 8⅓ Blätter frische Minze
- ⅓ Bio-Zitrone
Wasche die Minze, tupfe sie trocken und schneide sie in feine Stücke. Wasche die Zitrone heiß ab. Reibe etwa 1 TL von ihrer Schale ab, halbiere sie und presse den Saft aus einer Hälfte aus.
Schritte 2/4
- ⅓ kg frische Himbeeren
- 166⅔ g Gelierzucker
Gib die Himbeeren in einen großen Topf und füge Minze, Zitronenabrieb sowie 1 EL Zitronensaft hinzu. Verrühre alles gründlich gemeinsam mit dem Gelierzucker.
Schritte 3/4
Bringe alles unter Rühren zum Kochen und lass es 3-4 Minuten sprudelnd kochen, bis die Himbeeren weich sind. Püriere die Mischung mit einem Stabmixer fein und lass es erneut aufkochen. Entferne ggf. den Schaum und mache eine Gelierprobe.
Schritte 4/4
Ist die Gelierprobe gelungen, fülle die heiße Marmelade in sterile Gläser und verschließe sie fest.
Guten Appetit!
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