Warum der German-Chocolate-Cake gar nicht aus Deutschland stammt

Warum der German-Chocolate-Cake gar nicht aus Deutschland stammt

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Julia Erin Dunn

Julia Erin Dunn

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Manchmal erzählt ein Gebäck eine Geschichte, die fast so gut ist wie sein Geschmack. Bei diesem German-Chocolate-Cake erwartet dich eine echte Überraschung. Er bringt nicht nur eine unglaubliche Fülle an Aromen auf den Teller, sondern führt uns auch auf eine kleine historische falsche Fährte. Wer Schokolade liebt und sich gerne von ungewöhnlichen Füllungen begeistern lässt, wird dieses amerikanische Meisterwerk sofort ins Herz (und in den Bauch) schließen.

German-Chocolate-Cake: Was steckt hinter einem Namen?

Wenn du in einer hiesigen Bäckerei nach diesem Gebäck fragst, wirst du meistens nur fragende Blicke ernten. Obwohl der Name „German-Chocolate-Cake" eine klare Herkunft vermuten lässt, hat die Torte rein gar nichts mit Deutschland zu tun. Die Bezeichnung geht eigentlich auf einen englisch-amerikanischen Schokoladenhersteller namens Samuel German zurück. Er entwickelte Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eine spezielle, leicht gesüßte Backschokolade. Später wurde diese Zutat zum Herzstück eines Rezepts, das den Namen des Erfinders trug und so für ein weltweites Missverständnis sorgte. Samuel German selbst hat die Torte nie gebacken: Er lieferte lediglich die entscheidende Grundlage dafür!

Eigentlich kam der German-Chocolate-Cake erst in den späten 1950er Jahren in Texas zur Welt: Eine Hauswirtschafterin reichte das Rezept bei einer Lokalzeitung ein und löste damit einen regelrechten Backtrend aus. Die Torte wurde rasch zu einem festen Bestandteil auf den großen amerikanischen Festtafeln. Das liegt vor allem an ihrer beeindruckenden Höhe und der unverwechselbaren Optik. Im Gegensatz zu vielen anderen Schichttorten wird hier oft auf eine äußere Cremeschicht verzichtet. Die Füllung bleibt an den Rändern sichtbar und macht das Gebäck zu einem rustikalen und gleichzeitig eleganten Hingucker auf jedem Desserttisch.

Was diesen Kuchen von einer gewöhnlichen Schokoladentorte unterscheidet, ist das Zusammenspiel der Texturen. Die Basis bilden saftige Schokoladenböden. Damit der Teig beim Backen nicht austrocknet, arbeiten viele Rezepte mit Buttermilch. Die Säure in der Buttermilch reagiert mit dem Backpulver und sorgt für eine besonders lockere Krume. Gleichzeitig bringt sie eine leichte Frische mit, die die intensive Süße der Schokolade wunderbar ausbalanciert. Ein weiterer Trick für den perfekten Teig ist die Zugabe von etwas heißem Wasser oder starkem Kaffee ganz am Ende der Zubereitung. Die heiße Flüssigkeit verstärkt das Kakaoaroma und macht den fertigen Boden unglaublich saftig.

Das eigentliche Highlight ist jedoch die charakteristische Füllung. Sie besteht aus einer eingekochten Masse mit Milch, Eigelben, Kokosraspeln und gehackten Pekannüssen. Beim Erhitzen dickt die Creme langsam ein und karamellisiert leicht. Die Kokosraspeln saugen sich mit der süßen Flüssigkeit voll, während die Pekannüsse für den nötigen Biss sorgen. Dieser Kontrast aus weichem Schokoladenteig, cremiger Karamellnote und knusprigen Nüssen macht jeden Bissen spannend. Wer den Kuchen zu Hause nachbackt, sollte der Füllung ausreichend Zeit zum Abkühlen geben. Nur so wird sie fest genug, um die schweren Schokoladenböden sicher zu tragen, ohne an den Seiten herauszurutschen.

Das Zusammensetzen der Schichten erfordert ein wenig Geduld. Die Böden müssen vollständig ausgekühlt sein, bevor du die Kokos-Pekan-Masse darauf verteilst. Ein warmer Teig würde die Füllung sofort zum Schmelzen bringen. Wenn du die Torte stapelst, drücke die Schichten nur ganz sanft an. Das Originalrezept mag auf den ersten Blick nach viel Arbeit aussehen, aber die einzelnen Schritte sind handwerklich unkompliziert. Das Ergebnis belohnt dich mit einem Stück amerikanischer Backgeschichte, das durch seine kompromisslose Reichhaltigkeit besticht. Ein kleines Stück davon reicht oft schon aus, um den größten Schokoladenhunger zu stillen – natürlich will man aber noch ein zweites oder vielleicht doch ein viertes Stück.

Lust auf noch mehr süße Reisen durch die Backgeschichte der Welt? Dann schneide dir ein Stück von: Tiramisu Torte, Chinesische Mondkuchen und Pavlova-Kuchen.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
95 Min.
Backzeit
35 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Stück
Für den Schokoladenkuchen:
35 g
Weizenmehl (Type 405 oder 550)
66⅔ g
Zucker
12½ g
ungesüßtes Kakaopulver
1 g
Natron
g
Backpulver
g
Salz
Eier (Zimmertemperatur)
20 ml
neutrales Öl
40 ml
Wasser
Für das Kokos-Pekan-Frosting:
20 g
Pekannüsse
19⅛ g
Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter) (Zimmertemperatur)
16⅔ g
brauner Zucker
16⅔ g
weißer Zucker
½
Eigelbe (Zimmertemperatur)
30 ml
Kondensmilch (ungesüßt Zimmertemperatur)
13⅓ g
gesüßte Kokosraspeln
Für das Schokoladen-Frosting:
19⅛ g
Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter) (Zimmertemperatur)
10⅞ g
ungesüßtes Kakaopulver
60 g
Puderzucker
13⅓ ml
Kondensmilch (ungesüßt, Zimmertemperatur)
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  • Schritte 1/11

    Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette zwei 20-cm-Backformen ein und lege den Boden mit Backpapier aus.

  • Schritte 2/11

    • 35 g Weizenmehl
    • 66⅔ g Zucker
    • 12½ g ungesüßtes Kakaopulver
    • 1 g Natron
    • g Backpulver
    • g Salz
    • Eier
    • 40 ml Buttermilch
    • 20 ml neutrales Öl
    • TL Vanilleextrakt 🛒

    Mische Mehl, Zucker, Kakao, Natron, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel. Gib Eier, Buttermilch, Öl und Vanilleextrakt dazu und verrühre alles zu einem glatten Teig.

  • Schritte 3/11

    • 40 ml Wasser

    Bringe das Wasser in einem kleinen Topf zum sprudelnden Kochen.

  • Schritte 4/11

    Gieße das kochende Wasser vorsichtig in den Teig und rühre alles glatt. Der Teig wird sehr flüssig sein. Verteile den Teig gleichmäßig auf die beiden Formen.

  • Schritte 5/11

    Backe die Böden 30-35 Minuten, bis ein Holzstäbchen sauber herauskommt. Danach, lass die Böden vollständig auskühlen.

  • Schritte 6/11

    • 20 g Pekannüsse

    Nun für das Kokos-Pekan-Frosting: Zuerst, hacke die Pekannüsse grob.

  • Schritte 7/11

    • 19⅛ g Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter)
    • 16⅔ g brauner Zucker
    • 16⅔ g weißer Zucker
    • ½ Eigelbe
    • 30 ml Kondensmilch

    Gib Butter, die beiden Zuckersorten, Eigelb und Kondensmilch in einen Topf. Erhitze die Mischung bei mittlerer Hitze und rühre ständig, bis sie eindickt, ca. 8-10 Minuten.

  • Schritte 8/11

    • TL Vanilleextrakt
    • 13⅓ g gesüßte Kokosraspeln

    Nimm den Topf vom Herd und rühre Vanille, Kokosraspeln und Pekannüsse ein. Lass die Creme abkühlen, bis sie streichfähig ist.

  • Schritte 9/11

    • 19⅛ g Butter (z.B. Lidl Die Kochbutter)
    • 10⅞ g ungesüßtes Kakaopulver
    • 60 g Puderzucker
    • 13⅓ ml Kondensmilch
    • TL Vanilleextrakt

    Schlage die Butter für das Schokoladen-Frosting cremig auf. Rühre nach und nach Kakao und Puderzucker ein. Gib Kondensmilch und Vanilleextrakt dazu und schlage alles zu einer glatten Creme auf.

  • Schritte 10/11

    Lege jetzt den ersten Boden auf eine Tortenplatte. Verteile eine großzügige Schicht Kokos-Pekan-Frosting darauf. Setzte den zweiten Boden darauf. Wiederhole den Vorgang.

  • Schritte 11/11

    Streiche den Kuchen nach Wunsch mit Schokoladen-Frosting ein oder lasse die klassische offene Optik mit sichtbarer Füllung. Dekoriere mit Pekannüssen und Kokosraspeln.

  • Guten Appetit!

    Warum der German-Chocolate-Cake gar nicht aus Deutschland stammt

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