So machst du Aioli – ganz ohne Ei!

So machst du Aioli – ganz ohne Ei!

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Maximilian Link

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Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Viele Menschen kennen die berühmte Knoblauchcreme aus dem Supermarkt oder dem Tapas-Lokal um die Ecke. Meistens verbirgt sich dahinter eine simple Mayonnaise, die lediglich mit etwas Knoblauchpulver oder gepressten Zehen verrührt wurde. Das authentische Rezept aus dem Mittelmeerraum kommt jedoch völlig ohne tierische Produkte aus. Der Name selbst verrät bereits die gesamte Zutatenliste. Im Katalanischen steht all i oli schlicht für Knoblauch und Öl. Du benötigst weder Milch noch Eigelb, um eine dichte und streichfähige Masse zu erhalten. Die Magie entsteht allein durch die handwerkliche Zubereitung und ein wenig grobes Meersalz. Wenn du diese puristische Variante einmal probiert hast, wirst du die gekauften Alternativen schnell vergessen. Die Textur ist deutlich kompakter und der Geschmack bringt eine intensive, unverfälschte Schärfe mit.

So wird Aioli ohne Ei richtig cremig

Da du auf Eigelb als klassischen Emulgator verzichtest, übernimmt der Knoblauch diese wichtige Aufgabe. Dafür musst du die Zehen zunächst zusammen mit dem Salz extrem fein zerkleinern. Am besten greifst du zu einem schweren Mörser. Durch das Reiben und Zerstoßen brichst du die Zellwände der Pflanze auf. Dabei tritt Pflanzenschleim aus, der die spätere Bindung mit dem Fett überhaupt erst ermöglicht. Aus den festen Stücken entsteht nach wenigen Minuten eine klebrige, fast glasige Paste am Boden der Schale. Sobald diese Basis steht, beginnt der eigentliche Kraftakt. Du gibst das Öl buchstäblich tropfenweise hinzu und rührst ununterbrochen. Ein Schneebesen leistet hier gute Dienste, falls du nicht den Stößel des Mörsers verwenden möchtest. Durch die ständige Bewegung zerschlägst du das Fett in winzige Tröpfchen, die sich mit der Knoblauchpaste verbinden. Gießt du die Flüssigkeit zu schnell hinein, schwimmt das Öl an der Oberfläche und die Masse gerinnt. Lass dir also Zeit und beobachte, wie die Creme mit jedem Tropfen heller, voluminöser und fester wird.

Die Wahl der Zutaten bestimmt den späteren Charakter deiner Creme. Da das Rezept so minimalistisch aufgebaut ist, schmeckst du jede einzelne Komponente deutlich heraus. Ein hochwertiges Olivenöl bringt eine fruchtige Note mit. Allerdings enthalten viele kräftige Sorten reichlich Bitterstoffe. Diese können durch das intensive Schlagen stark in den Vordergrund treten und die Creme unangenehm herb machen. Um das zu verhindern, kannst du das Olivenöl zur Hälfte mit einem neutralen Sonnenblumenöl oder Rapsöl mischen. Auf diese Weise behältst du das mediterrane Aroma, rundest den Geschmack aber sanft ab. Auch beim Knoblauch lohnt sich ein genauer Blick. Frische, pralle Zehen ohne grüne Triebe im Inneren schmecken deutlich feiner und weniger beißend.

Manchmal passiert es trotz aller Vorsicht, dass sich die Bestandteile trennen. Die Creme sieht dann plötzlich flockig aus und das Öl setzt sich am Rand ab. Wirf die misslungene Mischung auf keinen Fall weg. Du kannst sie ganz einfach retten. Beginne in einer sauberen Schüssel mit einer neuen, frisch zerstoßenen Knoblauchzehe. Anstatt nun frisches Öl anzugießen, rührst du die geronnene Masse teelöffelweise unter die neue Paste. Die Emulsion baut sich dadurch wieder stabil auf. Ist dir die fertige Aioli am Ende etwas zu fest geraten, hilft ein Spritzer kaltes Wasser oder etwas frisch gepresster Zitronensaft. Die Säure bringt zusätzlich eine angenehme Frische in die schwere Creme. Serviere das Ergebnis am besten sofort zu knusprigem Weißbrot, gerösteten Kartoffelspalten oder gegrilltem Gemüse. Auch zu gebratenem Fisch oder als Dip für ein ausgiebiges Tapas-Buffet passt die intensive Würze hervorragend.

Weitere spanische Klassiker? So machst du spanische Backkartoffeln oder eine klassische spanische Tortilla. Und so gehen diese leckeren spanischen Knoblauch-Garnelen.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
15 Min.
Backzeit
0 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Portionen
8
Knoblauchzehen
TL
Salz
200 ml
mildes Olivenöl
100 ml
neutrales Pflanzenöl
2 TL
Zitronensaft
TL
kaltes Wasser (nach Bedarf)
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  • Schritte 1/5

    • 8 Knoblauchzehen
    • TL Salz

    Schäle die Knoblauchzehen, halbiere sie und entferne nach Wunsch den grünen Keim im Inneren. Gib den Knoblauch zusammen mit dem Salz in einen Mörser und zerreibe ihn gründlich zu einer möglichst feinen Paste. Je feiner die Paste ist, desto cremiger wird später die Aioli.

  • Schritte 2/5

    • 200 ml mildes Olivenöl

    Gib nun zunächst nur wenige Tropfen Olivenöl zur Knoblauchpaste und rühre sie sorgfältig ein. Arbeite langsam weiter und füge das Öl wirklich nur tropfenweise hinzu, bis die Masse beginnt, heller und cremiger zu werden. Wichtig ist, dass sich das Öl immer vollständig verbindet, bevor neues Öl dazukommt.

  • Schritte 3/5

    • 100 ml neutrales Pflanzenöl

    Sobald die Aioli stabiler wird, kannst du das restliche Olivenöl und das neutrale Pflanzenöl in einem sehr dünnen Strahl einarbeiten. Rühre dabei ständig weiter. Die Creme sollte nach und nach dicker werden und eine glänzende, streichfähige Konsistenz bekommen.

  • Schritte 4/5

    • 2 TL Zitronensaft
    • TL kaltes Wasser

    Rühre zum Schluss den Zitronensaft unter. Ist die Aioli sehr fest, gib 1 bis 2 TL kaltes Wasser dazu und rühre sie glatt, bis sie cremig, aber nicht flüssig ist. Schmecke sie bei Bedarf mit etwas Salz ab.

  • Schritte 5/5

    Serviere die Aioli ohne Ei direkt zu Brot, Kartoffeln, Gemüse oder Tapas. Im Kühlschrank hält sie sich gut abgedeckt etwa 1 bis 2 Tage. Vor dem Servieren noch einmal kurz durchrühren.

  • Guten Appetit!

    So machst du Aioli – ganz ohne Ei!

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