Kombucha: Von diesem gesunden Drink bekommen wir gerade nicht genug

Kombucha: Von diesem gesunden Drink bekommen wir gerade nicht genug

Wie du den probiotischen Drink zu Hause selber machst und warum du ihn öfter trinken solltest

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Julia Stephan

Julia Stephan

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Beginnen wir direkt mit einem Geständnis: Ich habe eine Schwäche für Limonaden und Erfrischungsgetränke aller Art! Jede neue Flasche möchte ich unter die Lupe nehmen und natürlich am liebsten probieren. Doch dabei kommt mir regelmäßig eine weitere Eigenschaft in die Quere: Zu süße Limonaden sind gar nicht mein Geschmack und mit Blick auf den Zuckergehalt mancher Getränke steht die Flasche schneller wieder im Regal als ich Limonade überhaupt sagen kann.

Als ich vor ein paar Jahren meine erste Flasche Kombucha in der Hand hielt, stimmte jedoch alles – ich wusste nur nicht, worauf ich mich da einließ, denn fermentierte Getränke hatte ich bis dahin noch nie getrunken. Es war Liebe auf den ersten Schluck. Das ging wohl nicht nur mir so, denn in den letzten Monaten erleben fermentierte Getränke wie Kefir und Kombucha einen wahren Hype. Kein Wunder, denn Kombucha ist nicht nur ein köstliches Erfrischungsgetränk, sondern hat auch gesundheitsfördernde Eigenschaften und lässt sich sogar leicht zu Hause selber machen. Wir verraten dir heute, was du über Kombucha wissen solltest, wie du es zu Hause herstellst und was du dabei beachten musst.

Hast du auch schon mal Kombucha hergestellt oder hast du noch mehr Fragen zu dem Thema Fermentieren? Schreib uns in den Kommentaren!

Was ist Fermentieren überhaupt?

Das Fermentieren ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt, durch die Lebensmittel länger haltbar gemacht werden – ganz allein durch natürliche Prozesse. Im Mittelpunkt stehen Pilz-, Bakterien- und Hefekulturen, die sich bereits auf fast jedem Lebensmittel befinden. Unter Ausschluss von Luft beginnen sie, die Lebensmittel zu verdauen – sie verwandeln Kohlenhydrate zu Milchsäure, wodurch ein saures Milieu entsteht. In dieser Umgebung können sich schädliche Keime nicht verbreiten – die Lebensmittel werden also länger haltbar und erhalten gleichzeitig einzigartige Aromen und Konsistenzen.

Wir widmen uns heute Kombucha, doch auch seinen fermentierten Verwandten wie Hindu-Limonade, Jun Tee, Kefir, Rejuvelac und das bier-ähnliche Kwass solltest du bei Gelegenheit unbedingt probieren!

Kombucha – das „Elixier des Lebens“

Was ist Kombucha?

Kombucha ist fermentierter Tee, der schon seit Jahrhunderten in Asien als Heilmittel verwendet und dort sogar als „Elixier des Lebens“ bezeichnet wird. Unter Zugabe des Kombucha-Pilzes „Scoby“ (Symbiotic Colony of Bacteria and Yeast) wird leicht gezuckerter Grün-, Schwarz- oder Kräutertee fermentiert. Die unzähligen Bakterien und Pilze, die im Scoby stecken, verwandeln gewöhnlichen Tee innerhalb von 1 – 2 Wochen zu einem probiotischen Erfrischungsgetränk, dem genau wie Kefir zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden.

Was macht Kombucha so gesund?

Als probiotisches Getränk hat Kombucha nicht nur positive Effekte auf Stoffwechsel, Verdauung, Immunsystem und den Blutzuckerspiegel, sondern wirkt zudem entzündungshemmend. Kombucha enthält einige B-Vitamine und Vitamin C, die sekundären Pflanzenstoffe des Grün- oder Schwarztees wirken antioxidativ und neutralisieren freie Radikale.

Trotz der beeindruckenden Liste an positiven Eigenschaften findet man immer wieder die Frage, ob man Kombucha „noch gesünder“, und zwar ohne Zucker herstellen kann. Die Antwort darauf lautet jedoch leider "Nein!", denn die Bakterien- und Hefekulturen des Scoby benötigen den zugegeben Zucker als Nahrung, um die bioaktiven Substanzen überhaupt bilden zu können. Das heißt allerdings auch, dass im fertigen Kombucha nur noch knapp ein Drittel des zugegebenen Zuckers stecken. Wer jedoch auf raffinierten Zucker verzichten möchte, kann für die Herstellung von Kombucha auch auf regionalen Rübenzucker oder Rohrzucker zurückgreifen. Für Alternativen wie Honig benötigt man etwas mehr Erfahrung, sodass für den Anfang die oben genannten Zuckersorten am einfachsten sind.

So stellst du Kombucha selber her

Hausgemachter Kombucha

Hausgemachter Kombucha

  • 01:38 Min.
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Wer schon mal fertigen Kombucha gekauft hat, der weiß, dass dieser sehr teuer sein kann, sodass es deutlich günstiger ist, Kombucha selber zu machen. Da der Scoby wächst, kannst du ihn immer wieder verwenden, mit Freunden teilen und noch bis in die Ewigkeit Kombucha herstellen. Den Kombucha-Pilz bestellst du einfach online oder suchst in deiner Umgebung nach Biomärkten oder Reformhäusern, die den Pilz anbieten.

Übrigens: Da sich der Scoby vergrößert und irgendwann kleinere Scoby entwickelt, kannst du diese an Freunde weitergeben, die auch Kombucha herstellen wollen. Alternativ kannst du ihn in Smoothies verarbeiten, als Fischersatz für veganes Sushi benutzen oder sogar als Gesichtsmaske verwenden.

Verfasst am 24. Januar 2019

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