Rhabarber-Dattel-Chutney: süß-saurer Begleiter für Käse und Gegrilltes

Rhabarber-Dattel-Chutney: süß-saurer Begleiter für Käse und Gegrilltes

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Anke Neumann

Anke Neumann

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

„Sobald die Temperaturen steigen, verlagert sich das Kochen nach draußen. Du bereitest Roste vor, marinierst Gemüse oder Fleisch und stellst Getränke kalt. Neben all den Hauptdarstellern auf dem Grill spielen Dips und Soßen eine entscheidende Rolle. Gekaufte Varianten aus dem Supermarkt schmecken oft eintönig süß. Wenn du stattdessen eine eigene Würzpaste einkochst, steuerst du Aromen und Konsistenz selbst. Eine Kombination aus säuerlichem Rhabarber und klebrig-süßen Trockenfrüchten bringt Abwechslung auf den Tisch. Entdecke das Rezept für Rhabarber-Chutney mit Datteln. Rhabarber-Chutney mit Datteln: selbstgemachte Grillsoße Im Frühjahr dominieren rötliche Rhabarberstangen die Auslagen auf den Märkten. Meistens landen sie in süßem Gebäck, in Desserts oder als Kompott auf dem Teller. Botanisch betrachtet handelt es sich dabei allerdings um ein Gemüse. Genau diese Eigenschaft macht die Pflanze zur idealen Basis für herzhafte Gerichte. Ihre natürliche Säure bricht schwere oder fettige Komponenten auf. Beim Kochen zerfallen die Fasern zudem recht schnell. Dadurch entsteht eine sämige Bindung, ohne dass zusätzliche Verdickungsmittel nötig sind. Datteln steuern im Gegenzug eine tiefe, karamellige Süße bei. Sie fangen die spitze Säure ab und sorgen so für ein ausgewogenes Mundgefühl. Ursprünglich stammt diese Technik des Einkochens aus Südasien. In der indischen Esskultur werden solche Pasten traditionell zu Reis, Linsengerichten oder frischem Fladenbrot gereicht. Das Grundprinzip beruht immer auf einem Zusammenspiel aus Säure, Süße und Gewürzen. Essig und Zucker machen die Zutaten haltbar und konservieren sie für viele Monate. Gleichzeitig extrahieren sie die Aromen aus den festen Bestandteilen. Zwiebeln bringen eine leichte Schärfe und zusätzliche Struktur in die Masse. Wenn du das Ganze langsam einkochst, verdampft die Flüssigkeit. Die Aromen verdichten sich und verbinden sich zu einer komplexen Soße. Gewürze wie Ingwer, Senfkörner oder ein Hauch Chili geben dem Ganzen eine wärmende Tiefe. Auf dem Tisch erweist sich die fruchtige Würzpaste als vielseitiger Begleiter. Ein Löffel davon wertet ein einfaches Stück gebratenen Halloumi enorm auf. Auch zu gegrilltem Geflügel oder Schweinefleisch passt die süß-saure Note hervorragend. Ebenso zu kräftigen Käsesorten. Probiere die Kombination unbedingt zu einem cremigen Ofenkäse, einem reifen Camembert oder einem würzigen Bergkäse. Selbst abseits vom Grillrost funktioniert die Mischung wunderbar. Du kannst sie auf knusprige Kartoffelpuffer streichen oder als Aufstrich in einem Sandwich verwenden. Die fruchtige Komponente hebt alltägliche Snacks direkt auf ein höheres Niveau. Einmal zubereitet, hält sich die Masse im Vorratsschrank erstaunlich lange. Fülle sie direkt nach dem Kochen heiß in saubere Gläser ab und verschließe sie fest. Durch das Vakuum und den hohen Säuregehalt bleibt der Inhalt über Monate frisch. Tatsächlich profitiert der Geschmack sogar von einer gewissen Ruhezeit. Wenn du die Gläser zwei bis drei Wochen dunkel und kühl lagerst, ziehen die Gewürze richtig durch. So hast du immer ein besonderes Extra griffbereit, wenn spontan Gäste vor der Tür stehen. Chutneys lassen sich aus fast allen Obst- und Gemüsesorten zubereiten. Wie wäre es gleich noch mit einem Zwiebel-Chutney, Pflaumen-Chutney mit Feige oder einem Mango-Chutney?“
Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
20 Min.
Backzeit
40 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Portionen
mittelgroße
rote Zwiebeln
12 g
frischer Ingwer
¾
Knoblauchzehen
72 ml
Rotweinessig (vegan)
¾ mittelgroße
Äpfel
48 g
Datteln
Bio-Orange
24 g
Rosinen
TL
Senfkörner
TL
Senfpulver
TL
mildes Currypulver
TL
Zimt
Prise
Chiliflocken
88 g
Rohrohrzucker
TL
Salz
2
Rhabarberstangen
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  • Schritte 1/11

    • ¾ Knoblauchzehen
    • 12 g frischer Ingwer

    Schäle zuerst die roten Zwiebeln und würfle sie fein. Schäle anschließend den Ingwer und reibe ihn möglichst fein. Schäle die Knoblauchzehen und hacke sie klein.

  • Schritte 2/11

    • 72 ml Rotweinessig

    Gib die vorbereiteten Zwiebeln, den Ingwer, den Knoblauch und den Rotweinessig in einen großen Topf. Koche alles unter Rühren einmal auf und lass die Mischung danach bei mittlerer Hitze etwa 8 bis 10 Minuten sanft köcheln.

  • Schritte 3/11

    • ¾ mittelgroße Äpfel
    • 48 g Datteln
    • Bio-Orange

    Schäle währenddessen die Äpfel, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in kleine Würfel. Hacke die entsteinten Datteln ebenfalls fein. Wasche die Orange heiß ab, reibe die Schale dünn ab und presse 3 Esslöffel Saft aus.

  • Schritte 4/11

    • 24 g Rosinen
    • TL Senfkörner
    • TL Senfpulver
    • TL mildes Currypulver
    • TL Zimt
    • Prise Chiliflocken
    • TL Salz
    • 88 g Rohrohrzucker

    Gib nun Apfelwürfel, Datteln, Rosinen, Orangenabrieb, Orangensaft, Senfkörner, Senfpulver, Currypulver, Zimt, Chiliflocken, Rohrohrzucker und Salz in den Topf. Verrühre alles gründlich und lass die Mischung erneut aufkochen.

  • Schritte 5/11

    Reduziere die Hitze und köchle alles weitere 10 Minuten, bis die Äpfel weich werden und sich der Zucker vollständig gelöst hat.

  • Schritte 6/11

    • 2 Rhabarberstangen

    Putze jetzt den Rhabarber, ziehe bei Bedarf die groben Fäden ab und schneide die Stangen in kleine Stücke.

  • Schritte 7/11

    Gib den Rhabarber zum Chutney und rühre ihn unter. Lass die Masse bei kleiner bis mittlerer Hitze 18 bis 22 Minuten einkochen. Rühre zwischendurch immer wieder um, damit nichts am Topfboden ansetzt.

  • Schritte 8/11

    Koche das Chutney so lange, bis es schön dicklich, glänzend und leicht sämig geworden ist.

  • Schritte 9/11

    Heize während der Kochzeit den Backofen auf 130 Grad Ober-/Unterhitze vor.

  • Schritte 10/11

    Spüle die Einmachgläser und Deckel gründlich mit sehr heißem Wasser aus. Stelle die Gläser anschließend für etwa 15 Minuten in den warmen Backofen.

  • Schritte 11/11

    Nimm die heißen Gläser vorsichtig heraus. Lass das fertige Chutney etwa 5 bis 10 Minuten ruhen und fülle es dann randvoll in die sterilisierten Gläser. Verschließe sie sofort fest und stelle sie für einige Minuten auf den Deckel.

  • Guten Appetit!

    Rhabarber-Dattel-Chutney: süß-saurer Begleiter für Käse und Gegrilltes

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