Mochi-Donuts: So backst du das trendige Fusionsgebäck zu Hause© Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

Mochi-Donuts: So backst du das trendige Fusionsgebäck zu Hause

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Simon Rosenfeld

Simon Rosenfeld

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Wenn du zum ersten Mal in einen Mochi-Donut beißt, merkst du direkt, dass hier etwas anders ist. Statt eines fluffigen Hefeteigs erwartet dich eine faszinierende und leicht federnde Konsistenz. Diese kleinen blumenartigen Ringe bestehen aus aneinandergereihten Teigkugeln und vereinen zwei völlig unterschiedliche Backtraditionen. Auf der einen Seite steht der klassische amerikanische Donut, der in heißem Fett goldbraun ausgebacken wird. Auf der anderen Seite bringt das japanische Mochi seine berühmte zähe und fast schon kaugummiartige Textur mit ins Spiel. Genau diese Mischung macht das Gebäck so unglaublich spannend und erklärt, warum es in den letzten Jahren weltweit die Bäckereien im Sturm erobert hat.

Was steckt eigentlich hinter den Mochi-Donuts?

Den Ursprung hat dieses Gebäck interessanterweise im Jahr 2003 in Japan gefunden. Eine große Kette mit dem amerikanisch klingenden Namen Mr. Donut brachte die Kringel damals unter der Bezeichnung „Pon de Ring“ auf den Markt. Die Kundschaft war sofort begeistert und das Produkt entwickelte sich rasend schnell zum Verkaufsschlager. Während die ersten gewerblichen Varianten oft auf Tapiokastärke setzten, greifen moderne Rezepte für die heimische Küche fast immer auf Klebreismehl zurück. Lass dich vom Namen nicht täuschen, denn das Mehl aus dem asiatischen Supermarkt enthält kein Gluten. Du findest es dort oft unter dem englischen Begriff Glutinous Rice Flour oder Sweet Rice Flour. Es besteht aus einer speziellen Reissorte mit einem sehr hohen Anteil an Amylopektin. Dieser Stoff sorgt beim Erhitzen dafür, dass der Teig extrem klebrig und dehnbar wird. So entsteht genau dieser unverwechselbare und leicht gummiartige Biss, den Mochi-Fans so lieben. Ein netter Nebeneffekt der speziellen Zutatenmischung ist übrigens, dass die asiatisch inspirierten Ringe etwas leichter ausfallen und im Schnitt nur etwa halb so viele Kalorien aufweisen wie ein herkömmlicher schwerer Hefedonut.

Neben dem speziellen Reismehl gibt es noch eine weitere Zutat, die auf den ersten Blick überrascht. Für den Teig verwendest du nämlich Seidentofu. Auch wenn Tofu im süßen Gebäck ungewohnt klingt, erfüllt er hier eine entscheidende Funktion. Er liefert jede Menge Feuchtigkeit und hält den Teig wunderbar saftig, sodass du kaum zusätzliches Fett oder Butter benötigst. Wichtig ist nur, dass du den Seidentofu vor der Verarbeitung gut abtropfen lässt und ihn anschließend durch ein feines Sieb streichst. So verhinderst du Klümpchen im Teig. Vermengt mit dem Klebreismehl und etwas herkömmlichem Weizenmehl entsteht eine geschmeidige Masse, die sich hervorragend formen lässt und beim Frittieren nicht austrocknet. Die charakteristische Blumenform erreichst du, indem du kleine Teigkugeln formst. Setze jeweils sechs bis acht dieser Kugeln dicht an dicht im Kreis zusammen. Ein genialer Trick für das Frittieren ist, die Ringe direkt auf kleine Quadrate aus Backpapier zu legen. Wenn du die Donuts samt Papier vorsichtig in das heiße Öl gleiten lässt, behalten sie perfekt ihre Form. Das Papier löst sich nach wenigen Sekunden von selbst ab und du kannst es einfach mit einer Zange aus dem Topf fischen.

Sobald die Ringe goldbraun ausgebacken und leicht abgekühlt sind, kommt der kreative Teil. Bei der Wahl der Glasur sind dir im Grunde keine Grenzen gesetzt. Besonders harmonisch wirkt eine japanisch inspirierte Matcha-Glasur. Dafür schmilzt du einfach weiße Schokolade und rührst ein wenig hochwertiges grünes Teepulver ein. Das sorgt nicht nur für eine leuchtende Farbe, sondern bringt auch eine feine und herbe Note mit, die die Süße der Schokolade perfekt ausbalanciert. Wenn du es lieber fruchtig magst, kannst du die weiße Schokolade stattdessen mit zerstoßenen gefriergetrockneten Erdbeeren verfeinern. Das gibt dem Überzug eine tolle Textur und eine angenehme Säure. Richte am besten verschiedene Varianten auf einer großen Platte an. Das sieht fantastisch aus und bietet für jeden Geschmack das Richtige. Da der Teig durch das Reismehl mit der Zeit etwas fester wird, solltest du die Mochi-Donuts idealerweise ganz frisch servieren. Lauwarm und mit frisch getrockneter Glasur entfalten sie ihre einzigartige und federnde Konsistenz am allerbesten.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
35 Min.
Backzeit
30 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Portionen
40 g
Mehl
36⅔ g
Klebreismehl (Glutinous Rice Flour)
TL
Backpulver
30 g
Zucker
3⅓ g
Vanillezucker
Eier
Abgeriebene Schale von 1 Orange
l
neutrales Frittieröl
TL
hartes Kokosfett
TL
Matcha-Pulver (gesiebt)
½ EL
gefriergetrocknete Erdbeeren (fein gemörsert, plus mehr zur Dekoration)
EL
Sesam (geröstet, zur Dekoration)
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  • Schritte 1/9

    • 36⅔ g Klebreismehl
    • TL Backpulver
    • 30 g Zucker
    • 3⅓ g Vanillezucker

    Gib Mehl, Klebreismehl, Backpulver, Zucker und Vanillezucker in eine große Schüssel und verquirle alles gut miteinander.

  • Schritte 2/9

    • 33⅓ g Seidentofu
    • Eier

    Drücke den gut abgetropften Seidentofu durch ein feines Sieb in eine zweite Schüssel. Gib die Eier dazu und verrühre alles mit einem Schneebesen.

  • Schritte 3/9

    • Abgeriebene Schale von 1 Orange

    Füge die Trockenzutaten sowie die abgeriebene Orangenschale zur Tofu-Ei-Masse hinzu und verknete alles zu einem geschmeidigen, nicht zu klebrigen Teig, der sich gut formen lässt. Ist der Teig zu trocken, gib tropfenweise etwas Wasser dazu.

  • Schritte 4/9

    Teile den Teig in gleichmäßige Portionen und forme jeweils 6–8 kleine Kugeln. Lege diese ringförmig auf kleine Quadrate aus Backpapier, sodass ein klassischer Mochi-Donut-Ring entsteht.

  • Schritte 5/9

    • l neutrales Frittieröl

    Erhitze das Frittieröl in einem großen Topf auf 180 °C. Lass die Donuts vorsichtig mitsamt dem Backpapier ins Öl gleiten. Sobald sich das Papier löst, nimm es heraus.

  • Schritte 6/9

    Backe jeden Donut auf beiden Seiten etwa 60–80 Sekunden, bis er goldbraun ist. Hebe ihn heraus und lass ihn auf Küchenpapier abtropfen und vollständig abkühlen. Kontrolliere zwischendurch immer wieder die Öltemperatur.

  • Schritte 7/9

    • 33⅓ g weiße Schokolade
    • TL hartes Kokosfett

    Hacke die weiße Schokolade grob und schmelze sie zusammen mit dem Kokosfett in einer Schmelzschale für Schokolade 🛒 über einem Wasserbad. Teile die Glasur anschließend auf zwei Schüsseln auf.

  • Schritte 8/9

    • TL Matcha-Pulver
    • ½ EL gefriergetrocknete Erdbeeren

    Rühre in die erste Portion den gesiebten Matcha ein und in die zweite die fein gemörserten gefriergetrockneten Erdbeeren, bis jeweils eine glatte, gleichmäßige Glasur entsteht.

  • Schritte 9/9

    • EL Sesam

    Tauche die abgekühlten Mochi-Donuts in die Glasuren deiner Wahl. Bestreue sie noch vor dem Antrocknen der Glasur mit weiteren Erdbeerstückchen und geröstetem Sesam zur Dekoration. Lass die Glasur anschließend fest werden.

  • Guten Appetit!

    Mochi-Donuts: So backst du das trendige Fusionsgebäck zu Hause
    © Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

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