Devan Grimsrud

Redakteurin bei Kitchen Stories

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Auf der Suche nach neuen Rezept-Inspirationen für unsere In Season-Serie blätterte ich durch das preisgekrönte 6 Jahreszeiten: Das andere Gemüse-Kochbuch von Küchenchef Joshua McFadden, als mir ein Rezept ins Auge stach: Ein erfrischendes Zusammenspiel aus Kohlrabi mit Zitrusfrüchten, Rucola, Mohn und Crème fraîche. Angerichtet mit winzigem schwarzblauem Mohn, war der Salat einfach wunderschön anzuschauen. Ich war sofort hingerissen, ich wollte ihn essen, ich wollte ihn teilen und ich wollte (bitte verurteile mich nicht) ein Foto davon machen.

Von dem Moment an, als ihn sah, wusste ich, dass dieser strahlende Salat genau die Inspiration war, nach der ich gesucht hatte. Der perfekte Grundstock, um ein farbenfrohes, frisches und ausgewogenes Gericht zu kreieren, mit der winterlichen Orange als saisonales Highlight im Zentrum. Mit nur leichten Anpassungen erweckte ich so diesen Salat mit Kohlrabi, Orange und Radicchio zum Leben. Ein Wintersalat, der sowohl einfach, als auch mit dem gewissen Etwas daher kommt.

Winterlicher Salat mit Kohlrabi, Orange und Radicchio

Winterlicher Salat mit Kohlrabi, Orange und Radicchio

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Ein wunderbar winterliches Zusammenspiel

Durch das Verwenden von bitteren, bordeauxfarbenen Blättern des Radicchios, verwandelte sich die üppige, grüne Farbpalette in einen tiefstehenden Sonnenuntergang. So halten die kräftigen Blätter des Radicchios der säuerlichen Vinaigrette besser stand und geben mehr Fülle und Textur als Rucola. Ich entschied mich, mit der Orange im Mittelpunkt, sowohl im Salat, als auch im Dressing, auf die Zitrone (wie sie im Originalrezept verwendet wird) zu verzichten. Außerdem fügte ich einen Schuss Apfelessig hinzu, um mit der Apfelnote zu spielen, die so vorzüglich zum Kohlrabi passt.

Bereits zu Beginn war ich mir sicher, dass dieser Salat sowohl in Farbe, Textur, als auch Geschmack ausgewogen sein würde. Der knackige Biss des Kohlrabi als Pendant zu den saftigen Stücken der Orange. Dabei bietet ein Hauch von Crème fraîche die richtige Erholung von den bitteren Blättern des Radicchios, umhüllt von einer honigsüßen Vinaigrette. Jede Zutat steht dabei im Einklang und spielt seine ganz eigene Rolle.

Der letzte Schliff

Und nein: Das Garnieren des Salates mit dem blauschwarzen Mohn ist nicht nur eine Frage des Aussehens, auch wenn bekanntlich das Auge ja mit isst. Der Mohn kommt hier mit einem zart süßen, nussigen Geschmack daher und gibt dem Salat die extra Portion Textur. Oft verwendet man herzhafte Nüsse oder kräftigere Samen wie Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse oder Sonnenblumenkerne. Für das gewisse Etwas in diesem Salat bietet Mohn jedoch einen dezent nussigen Charakter und rundet die Aromen in perfekter Harmonie ab. Jede Komponente ergänzt sich in diesem Zusammenspiel und so ist der Mohn genauso wichtig, wie der herzhafte Kohlrabi, der kräftige Radicchio oder die erfrischenden Orange!

Was ist dein Geheimrezept, um einen grauen Wintertag mit kulinarischer Finesse in eine sommerliche Brise zu verwandeln? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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