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Redakteure bei Kitchen Stories

Du hast es sicher schon gesehen: Endlich kannst du als Teil unserer weltweiten Community noch aktiver werden. Mit unserem neuen Feature ist es ab sofort möglich, deine eigenen Kreationen auf Kitchen Stories zu veröffentlichen. Ein Lieblingsgericht für Freunde und Familie zu kochen, ist jedoch das eine – dieses Rezept in Fotos oder Videos festzuhalten und so verständlich zu formulieren, dass andere es nachkochen können, ist eine ganz andere Sache.

Damit du direkt durchstarten kannst und dein Rezept so gut wie möglich präsentierst, haben wir das Kitchen-Stories-Team nach ein paar Geheimtipps gefragt. Unsere Fotografin Wioleta verrät, wie du mit deinem Handy das beste aus Fotos holst und Video-Redakteur Jovan hilft mit Tipps rund um das Bewegtbild weiter. Die Redakteurinnen Lisa und Julia erzählen außerdem, worauf du beim Schreiben deiner Rezepte achten solltest und wie du einen verlockenden Titel für dein Gericht findest!

Wie finde ich den perfekten Titel für mein Rezept?

4 Tipps von Lisa, Redakteurin bei Kitchen Stories

Der Name deines Rezepts ist eine der ersten Informationen, die andere Community-Mitglieder lesen werden. Schon hier kann sich entscheiden, ob man ein Rezept interessant findet oder weiterscrollt. Damit dir letzteres nicht passiert, sind hier ein paar Tipps, wie du den perfekten Titel für dein Rezept kreierst.

1. Was macht dein Rezept besonders?
Spätestens nach dem dritten Rezept mit dem Titel “Tomatensuppe” würde ich das Interesse an diesem eigentlich leckeren Gericht verlieren. Neugierig macht doch, was das Besondere an deiner Tomatensuppe ist – und genau diese Information gehört in deinen Rezepttitel! Beinhaltet sie spezielle Zutaten, schmeckt sie scharf, verwendest du eine besondere Zubereitungsmethode oder wurde sie von einer bestimmten Länderküche inspiriert? Dann nenne sie statt “Tomatensuppe” doch lieber “Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten”, “Scharfe Tomatensuppe”, “Tomatensuppe mit nur 2 Zutaten” oder “Tomatensuppe nach mexikanischer Art”. Das gilt natürlich nicht nur für die Tomatensuppe, sondern auch jedes andere Gericht.

2. Der Titel ist keine Zutatenliste
Ein paar Details im Rezepttitel sind also hilfreich, um bei anderen Community-Mitgliedern Neugier zu wecken – schnell schießt man dabei aber auch übers Ziel hinaus. Ein Titel ist keine Zutatenliste. Statt “Linguine mit Pesto aus Basilikum, Pinienkernen und Parmesan” zu schreiben reicht auch die knackige Version “Linguine mit Basilikum-Pesto” aus.

3. Erzähl’ deine Geschichte
Beim Kochen geht es natürlich auch um Emotionen. Wir verbinden Gefühle und Erinnerungen mit Gerichten und das kannst du auch in deinem Rezepttitel einfließen lassen. Das Apfelkuchen-Rezept, das du hochlädst, stammt von deiner Großmutter? Dann ist “Omas bester Apfelkuchen” genau der richtige Titel dafür.

4. Vom Gemüsebett bis Soßenspiegel
Jeder kennt die eher altmodischen und besonders bildlichen Rezeptnamen wie “Lachsfilet auf einem Bett cremiger Möhren begleitet von Kartoffelstampf mit einem Hauch Safran”. Uffs. Bevor es sich dein Limettensorbet auf einem Soßenspiegel an einer Melange aus Karamell und Sahnecreme gemütlich macht, solltest du überlegen, wie sehr dieser Titel von deinem eigentlichen Rezept ablenkt. Das geht doch sicher auch ein bisschen kürzer und kompakter, oder?

Wie schreibe ich ein Rezept, das andere verstehen?

8 Tipps von Julia, Redakteurin bei Kitchen Stories

Wahrscheinlich kennt jeder die Situation: Man steht in der Küche und will ein Rezept nachkochen, doch beim Lesen ploppen einfach nur Fragezeichen über dem Kopf auf. Ein Gericht kann noch so lecker sein, doch wenn das Rezept unverständlich geschrieben ist, wird man wahrscheinlich nicht in seinen Genuss kommen. Wie schreibt man also ein Rezept, das es alle verstehen und einfach nachkochen können?

1. Teile dein Rezept in sinnvolle Schritte auf: Ein Rezept besteht aus mehreren Schritten, die die zeitliche Abfolge des Kochens vorgeben. Jeder Schritt ist dabei eine zusammenhängende Aktion, z. B. das Schneiden von Zutaten, das Kochen von Nudeln oder das Anrichten auf dem Teller. Damit dein Schritt verständlich ist, solltest du ihn nicht zu lang schreiben und dich bei jedem Schritt nur auf eine Aktion konzentrieren.

2. Schreibe Schritte kurz wie möglich: Ziel deiner Schritte sollte sein, eine Handlung kurz und knackig mit allen nötigen Informationen zu beschreiben. Alle weiteren zusätzlichen Hinweise kannst du am Ende in das Notizfeld schreiben (die so genannte “Chef’s Note”), z. B. welche Zutaten sich auch austauschen lassen und womit sich dein Gericht kombinieren oder servieren lässt.

3. Denke praktisch: Bei unseren Rezepten beginnen wir gern mit dem Vorbereiten der Zutaten. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen merkt man dadurch schnell, ob man doch eine Zutat vergessen hat und zum anderen muss man so nur einmal das Schneidebrett rausholen. Einmal alles vorbereitet und abgemessen, kocht es sich viel entspannter! Ein weiterer Punkt sind Wartezeiten oder Pausen. Während eine Zutat kocht oder im Backofen ist, kann man die Zeit sinnvoll nutzen, um weitere Schritte des Rezepts bereits zu beginnen – so spart man sich und der Community etwas Zeit.

4. Sei präzise: Du musst natürlich nicht jede deiner Handlungen bis ins Detail beschreiben, doch wenn es für das Rezept wichtig ist, solltest du genauere Angaben machen. Zum Beispiel: Wie groß muss die Backform sein, wie dick soll ein Teig ausgerollt werden und wie sollten Zutaten geschnitten werden (fein gewürfelt, grob zerkleinert oder in mundgerechte Stücke geschnitten)?

5. Schreibe verständliche Ofen- und Herdangaben: Informationen über Herdstufen und Ofeneinstellungen können schnell zu Verwirrung führen. Vermeide es, konkrete Stufen in Zahlen anzugeben, unter denen sich andere vielleicht gar nichts vorstellen können – z. B. “Möhren auf Stufe 3 anbraten”. Verwende stattdessen lieber generelle Angaben wie “niedrige”, “mittlere” und “hohe” Hitze – diese Hinweise kann dann jeder für seinen eigenen Herd umsetzen. Wenn die Ofeneinstellung für dein Rezept entscheidend ist, gib auch hier mehr Details an, z. B. Ober- und Unterhitze, Umluft, oder auf welcher Schiene das Backblech sein sollte.

6. Ein Extratipp in Sachen Backen: Zubereitungs- und Backzeiten sind essentiell und sollten immer angegeben werden. Noch hilfreicher sind jedoch zusätzliche Beschreibungen, was mit deinem Gericht nach einer bestimmten Koch- oder Backzeit passiert sein sollte. Zum Beispiel “Den Auflauf 20 Min. überbacken, bis der Käse goldbraun ist” oder “Die Zwiebelwürfel 2 Min. anschwitzen, bis sie glasig sind.” An diesen Angaben können sich andere noch besser orientieren und falls nötig die Zwiebeln noch eine Minute länger anschwitzen, damit sie auch wirklich glasig sind.

7. Erkläre Fachbegriffe: Unsere Kitchen-Stories-Community ist divers – vom Kochanfänger bis zum Profikoch. Versuche dein Rezept so zu formulieren, dass ihm jede*r folgen kann und umschreibe Fachbegriffe – statt “die Gans zu tranchieren” solltest du den Vorgang lieber genauer beschreiben.

8. Verwende genaue Mengenangaben: Eine Dose Bohnen ist eine Dose Bohnen, oder? Leider nein. Statt von “Dose” und “Kräuterbund” zu schreiben, ist es viel verständlicher, Zutatenmengen in konkreten Einheiten anzugeben, z. B. Gramm, Milliliter, Esslöffel, usw.

Wie nutze ich meine Handykamera optimal für bessere Food-Fotos?

6 Tipps von Wioleta, Fotografin bei Kitchen Stories

Nicht jeder von uns besitzt eine Spiegelreflexkamera und professionelles Fotoequipment. Die gute Nachricht: Braucht man auch gar nicht! Handykameras sind mittlerweile so gut ausgestattet, dass du auch damit tolle Essensfotos machen kannst. Mit diesen Extratipps werden sie noch besser:

1. Falls du eine Lichtquelle benutzt, stelle sicher, dass du wirklich nur eine einzige benutzt. Dadurch vermeidest du Doppelschatten, die auf Fotos nicht besonders gut aussehen. In der Praxis heißt das: Wenn du bei natürlichem Licht fotografierst, mach alle anderen Lampen aus.

2. Nimm dir Zeit, um dich mit Bildkomposition zu beschäftigen, also dem Aufbau deines Fotos. Je nachdem, wie du einzelne Gegenstände auf einem Foto anordnest, kannst du den Fokus auf wesentliche Details legen, eine Dynamik und ein stimmiges Bild erzeugen.

3. Finde die beste Perspektive! Teste unterschiedliche Betrachtungswinkel für deine Fotos aus – manche Gerichte kommen z. B. auf Fotos direkt von oben viel besser zur Geltung als von der Seite.

4. Finde heraus, welche Farben miteinander harmonieren – und welche nicht.

5. Hetz dich nicht, sonder stecke ein bisschen Liebe in deine Fotos!

6. Lass dich inspirieren! Du hast eine Person, deren Fotos du besonders gut findest? Egal, ob es ein professioneller Fotograf oder einfach ein anderes Community-Mitglied ist. Schau dir ihre/seine Bilder an und finde heraus, was du an den Fotos so gut findest. Die Dinge kannst du dann bei deinen eigenen Fotos versuchen umzusetzen.

Noch mehr Tipps findest du in diesem Artikel.

Wie kann ich mit meinem Handy gute Rezeptvideos aufnehmen?

7 Tipps von Jovan, Video-Editor bei Kitchen Stories

Nicht nur die Fotofunktion unserer Handys wird immer besser – auch Videos lassen sich schnell und einfach drehen. Gerade bei Rezepten können sie super hilfreich sein, um das Kochen besser und nachvollziehbarer zu zeigen. Genau wie bei Handyfotos gibt es auch bei Videos ein paar Dinge zu beachten.

1. Natürliches Licht ist immer besser, vor allem, wenn es diffus ist! Als “diffuses Licht” bezeichnet man “weiches Licht”, das den Raum als Fläche gleichmäßig ausleuchtet anstatt gezielt auf eine Stelle zu zielen. Falls du also ein Fenster in der Nähe hast, nutze dieses Licht!

2. Noch eine Sache zum Licht: Genau wie bei Fotos sollte man auch bei Videos nicht unterschiedliche Lichtquellen vermischen. Verwende nur eine Lichtquelle. Achte auf Licht und Schatten und filme nicht zu dunkel – sonst sieht schließlich niemand dein tolles Essen!

3. Stelle die Schärfe und den Fokus immer auf dein Gericht, nicht auf die Dinge daneben.

4. Auch bei Videos ist die Komposition sehr wichtig! Kennst du schon die “Drittel-Regel”? Falls nicht, dann solltest du sie unbedingt googeln, denn sie hilft immer!

5. Denke beim Arrangieren deines Tellers an Farben und den Hintergrund. Im schlimmsten Fall wird dein Gericht vom Hintergrund verschluckt und ist nicht selbst im Fokus.

6. Nimm dir Zeit, um die richtige Perspektive zu finden, damit Licht, dein Essen und die Handykamera in einem guten Winkel zueinander stehen.

7. Wenn du viele Videos drehst, kann es durchaus sinnvoll sein, in ein Handystativ zu investieren. So vermeidest du wackelige Aufnahmen und hast beide Hände frei zum Kochen.

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