Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

Spinat ist eine der berühmtesten Blattgemüsesorten und verdankt seine Popularität einem Zeichentrick-Seemann mit großen Unterarmen und Pfeife im Mund – na, klingelt da etwas? Viele von uns kennen ihn sicher noch: Popeye. Auch wenn es lustig klingt, aber Popeye, der das erste Mal im frühen 20. Jahrhundert auf unseren Bildschirmen erschien, entfacht seine Superkraft durch das Essen von Spinat und seine große Beliebtheit verhalf dem Blattgemüse tatsächlich zu Ruhm, steigerte die Verkaufszahlen und den Verzehr (vor allem bei Kindern). Aber welche Super-Inhaltsstoffe enthält Spinat wirklich?

1. Hallo, mein Name ist Spinat

Wahrscheinlich hast du Spinat schon in allen möglichen Gerichten gegessen – ob in gemischten Salaten, in Suppen oder püriert in Smoothies. Spinat kann frisch oder gefroren gekauft werden, als Rahmspinat, Babyspinat oder mit großen Blättern. In den meisten Ländern ist Spinat das ganze Jahr lang erhältlich, allerdings hat er nur von September bis Oktober Saison und spießt manchmal noch zwischen März und Juni.

Da er zu fast 90% aus Wasser besteht, brauchst du dich nicht wundern, wenn die riesige Menge Spinat plötzlich nur noch ein kleiner, trauriger Haufen in deinem Topf ist. Denk einfach daran, Spinat immer großzügig zu portionieren, denn für gewöhnlich benötigst du mehr als du denkst.

Der hohe Wassergehalt hat jedoch auch einen großen Vorteil: Spinat ist kalorienarm. 100 g der grünen Blätter haben nur 25 Kalorien, sind dafür aber voll mit wertvollen Nährstoffen (allerdings nicht ganz so viele wie uns Popeye weismachen wollte). Neben 3 g Protein und 50% der empfohlenen Tagesdosis Folsäure gehen auch viel Vitamin A und C, Eisen, Magnesium und ganze 460% der empfohlenen Tagesdosis Vitamin K auf sein Konto. Deshalb steht Spinat auch auf vielen Superfood-Listen direkt neben Quinoa, Grünkohl und Chiasamen.

2. Wann du Spinat kaufen solltest

Die häufigste Variante, die dir auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt begegnen wird, ist Spinat mit flachen und zarten Blättern, es gibt aber auch Spinatsorten mit Blättern, die leicht oder stark in sich gekrümmt sind und nur als frisches Bund verkauft werden.

Beim Kauf von gefrorenem Spinat solltest du ein Auge auf die Zutatenliste werfen, um zu überprüfen, dass dein Spinat nichts enthält, was du eigentlich nicht kaufen möchtest. Wir empfehlen dir immer, einfachen Spinat zu kaufen, denn cremige, salzige und fettige Komponenten kannst du einfach selber dazugeben.

Hast du dich für frischen Spinat entschieden, entweder im Bund oder verpackt, solltest du darauf achten, nur zu tiefgrünen, starken Blätter ohne dunkle oder gelbe Stellen, welke oder schleimige Blätter zu greifen. Die kleineren Babyspinatblätter sind milder im Geschmack und zarter in ihrer Konsistenz, deshalb eignen sie sich hervorragend für Salate oder andere Rohkostgerichte. Die größeren Blätter vertragen Hitze besser, also zerkleinere sie und verwende sie in Suppen, Eintöpfen uns Beilagen – natürlich kannst du dafür auch Babyspinat verwenden.

3. So lagerst du Spinat richtig

Spinat richtig zu lagern kann einfach und schwierig zugleich sein. Die richtige Vorbereitung ist wichtig – sie kostet dich zwar etwas Zeit im Voraus, verhindert aber, dass dein Spinat schon nach einigen Tagen schlecht wird.

Frischen Spinat im Bund solltest du locker verpackt und in Küchenpapier eingewickelt in einem luftdichten Gefäß lagern, in dem er ausreichend Platz hat. Im Gemüsefach deines Kühlschranks gelagert hast du etwa eine Woche lang Freude an deinem Spinat. Falls du ein paar verwelkte oder schleimige Blätter entdeckst, zupf sie heraus und wirf sie weg, der Rest sollte immer noch frisch sein.

Verpackter Spinat hält sich einige Tage in einem ungeöffneten Beutel, sobald sich aber Kondenswasser im Inneren des Beutels sammelt, solltest du den Beutel öffnen und welke Blätter entfernen. Lagern kannst du den Spinat genau wie Spinat im Bund, vor dem Verzehr solltest du ihn lediglich gründlich waschen und trocknen.

4. Wie du Spinat richtig zubereitest

So vielseitig wie er ist, kannst du Spinat auf unterschiedlichste Arten zubereiten. Der erste Schritt ist aber immer, ihn zu waschen – und zwar gründlich (du merkst schon, ich meine es ernst) und danach mit einem sauberen Küchentuch, einer Salatschleuder oder einem Papiertuch gründlich zu trocknen. Auch wenn auf der Verpackung „gewaschen“ steht, solltest du frischen Spinat immer noch einmal kurz abspülen.

Sobald er quietschsauber und staubtrocken ist (entschuldige die klischeehaften Ausdrücke), kann es endlich losgehen. Gefrorener Spinat sollte erst aufgetaut und anschließend ausgedrückt werden. Spinat macht in nahezu allen Gerichten eine gute Figur – als Ravioli-Füllung, Lasagne-Schicht, oder in herzhaften Bohneneintöpfen. Ein frisches Bund oder lose Blätter einfach klein hacken, oder als Ganzes in ein Omelett, eine Quiche, in Smoothies und Säfte oder zu Pfannengerichten geben.

Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob dunkles Blattgemüse wie Spinat noch einmal erwärmt werden sollte, aber wenn du ihn vernünftig kühlst und lagerst und das Gericht ausreichend erhitzt, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du Spinatreste immer bei mindestens 75°C in der Mikrowelle, Pfanne oder im Backofen aufwärmen.

5. Was du jetzt kochen solltest

Wir werden einige neue Rezepte mit Spinat in dieser Woche veröffentlichen, also schau immer wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesem Rezept:

Spinat-Artischocken-Dip

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→ zum Rezept

Stromboli mit Spinat, Mozzarella und Prosciutto

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Spinat-Bohnen-Suppe

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