Chris Helen

Kontributor

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

1. Hallo, mein Name ist Pastinake

So unscheinbar und vielleicht wenig spannend Pastinaken auch scheinen mögen: In ihnen steckt einiges! Deshalb ist es kein Wunder, dass sowohl Sterne-Gourmets als auch Hobbyköche vielfältige Kreationen mit ihnen zaubern. Wie das geht und was die Pastinake so besonders macht? Wir werfen einen genaueren Blick auf das Wunder-Gemüse!

Was sind eigentlich Pastinaken? Wenige würden sich diese Frage über Kartoffeln stellen – dabei waren Pastinaken schon lange vor den Kartoffeln ein gängiges Grundnahrungsmittel. Im 18. Jahrhundert gerieten sie allerdings mehr und mehr in Vergessenheit, sodass sie heute nur noch Wenigen bekannt sind.

Eine Gemüseart nicht zu verwechseln mit der Petersilienwurzel

Ähnlich wie Steckrüben oder Karotten gehören Pastinaken zum Wurzelgemüse. Versteckt in der Erde, wachsen sie zu einer länglichen, kegelförmigen Knolle heran. Lediglich ihr knackiges Grün schaut aus dem Boden hervor. Farblich kommen die Wurzeln Cremefarben bis Braun daher. Dezente dunkle Ringe umkreisen die Schale. Optisch erinnert das auch Hammelmöhre genannte Gemüse also sehr an Petersilienwurzeln.

Zugegeben: unter Botanikern ist dies nicht weiter verwunderlich – Pastinaken gelten als Kreuzung zwischen Karotte und Petersilie. Für Gaumen und Nase besteht zwischen den beiden Sorten allerdings ein erheblicher Unterschied. Das trügerische Double lässt sich sofort am typischen Petersilien-Geruch erkennen.

Wie schmecken Pastinaken?

Pastinaken beeindrucken mit ihrem einmalig mild-nussigen Geschmack. Gleichzeitig verfügen sie über eine herrlich süße Note, die sich in Pürees oder Suppen prima entfalten kann. Deshalb ist das Gemüse schon bei den Allerkleinsten sehr beliebt und wird von Mamis und Papis gerne als Brei serviert.

Die Pastinake kann sich auch in puncto Nährwerte und Inhaltsstoffe sehen lassen. Pastinaken enthalten viele Ballaststoffe, etwa 4,9 Gramm auf 100 Gramm Gemüse. Darüber hinaus punkten sie mit einer Menge Vitamin C und Vitamin E, sowie Kalium. Das enthaltene ätherische Öl Apiol sorgt nicht nur für den einmalig nussig-milden Geschmack, sondern hat auch eine leicht antibakterielle Wirkung.

2. Wann und wo du Pastinaken kaufen kannst

Pastinaken sind genügsame Pflanzen. Deshalb wuchsen sie ursprünglich in nahezu jedem Garten in Europa und waren selbst in Teilen Asiens bekannt. Heutzutage sind sie vorwiegend als Kulturen in Skandinavien, Frankreich, den Niederlanden, England und in den USA zu finden.

Wie es sich für ein winterliches Gemüse gehört, lassen sich Pastinaken ab September bis in den März hinein ernten und genießen. Zudem gehören sie, genau wie Grünkohl, zu den wenigen Pflanzen, die mit etwas Kälte und Frost noch süßer und milder werden. Ab dem ersten Frost geht’s also los!

Ganz bequem lassen sich Pastinaken in fast jedem Supermarkt, im Bioladen oder aber bei einem gemütlichen Bummel auf dem Wochenmarkt kaufen. Dabei lohnt es sich nach den kleineren Exemplaren Ausschau zu halten. Diese sind zarter und häufig weniger faserig als die großen Varianten.

Riskiere beim Kauf auch einen Blick auf die Blätter der Wurzel – sie sind ein entscheidendes Qualitätsmerkmal: Eine saftig-grüne Farbe lässt ein wunderbar frisches Produkt erahnen. Sind sie bereits Gelb, hat das Gemüse seine besten Tage hinter sich.

3. Pastinaken richtig lagern

Zuhause kannst du die Geschmacks-Künstler im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Gut gesäubert und in ein feuchtes Tuch gewickelt, bleiben die Wurzeln lange frisch.

Du kannst nicht genug von Pastinaken bekommen und willst sie auch im Sommer auf den Teller zaubern? Kein Problem: Tiefgefroren kannst du sie ein ganzes Jahr lagern. Damit der Geschmack erhalten bleibt, solltest du sie vorher schälen, zerkleinern und blanchieren. Anschließend kannst du sie einfrieren.

4. Wie du Pastinaken zubereiten kannst

Pastinaken lassen sich ruck-zuck zubereiten: Einfach schälen, teilen und in etwas Salzwasser für ca. 15 bis 20 Minuten kochen – schon kannst du sie als Beilage servieren. Möchtest du die Wurzel in Gemüsepfannen, Salaten oder anderen Gerichte verwenden, hast du zwei spannende Würz-Möglichkeiten. So rundest du die feine Süße des Gemüses gekonnt ab:

1. Um das herrlich süßliche Aroma der Pastinake noch mehr hervorheben, bieten sich beispielsweise Honig, Ahornsirup, brauner Zucker oder süßer Senf zum Verfeinern an.

2. Etwas deftiger wird´s mit starken Gewürzen, etwa Harissa, Curry oder Chili.

Das schmeckt immer: In vielen Gerichten mit Pastinaken sorgt etwas Zitronensaft für einen grandiosen Frischekick!

Kann man Pastinaken auch roh essen?

Klares Ja! Ähnlich wie Möhren eignen sich Pastinaken hervorragend, um sie roh zu verspeisen. Und das Beste ist: Egal, ob in Streifen geschnitten zum Dippen oder geraspelt im Salat – ungegart enthalten sie sogar noch mehr Vitamine. Zu empfehlen sind dazu vor allem die kleinen, jungen Wurzeln. Diese sind milder und haben eine dünnere Schale, sodass du sie prima auch ungeschält essen kannst. Das erspart nicht nur Arbeit, sondern erhält auch die dicht unter der Schale befindlichen Nährstoffe.

5. Was du jetzt kochen solltest

Von herzhafter Pastinakensuppe über Pastinakenbrei bzw. -püree bis hin zu knackigen Pommes – Pastinaken lassen sich zu allerhand Köstlichkeiten verarbeiten. In dieser Woche werden wir einige neue Rezepte mit Pastinaken veröffentlichen, also schau immer mal wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesen Rezepten:

Rosa Entenbrust mit Cassis-Feigen und Pastinaken-Püree

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Ofengemüse mit Forellendip

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Vegetarische Pastinakensuppe mit Rote Bete Chips

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Gedämpfter Heilbutt mit Pastinaken-Püree und Oliven-Kapern-Gremolata

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Pastinakenkuchen mit Frischkäsefrosting

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