Ruby

Ruby

Redakteurin

Jetzt ist die schönste Zeit des Jahres – aus zwei Gründen. Der erste heißt natürlich: Essen. Der zweite ist vielleicht weniger offensichtlich, doch für mich genauso wichtig: Ich kann mein Lieblingsgeschenk verschenken, nämlich Kochbücher. Für mich gibt es kein anderes Geschenk, das so lange und immer wieder Freude bereitet.

Unsere kleine Kitchen-Stories-Bibliothek dient regelmäßig als Inspirationsquelle für unsere Redakteure. Egal ob wir nachschauen, welche Geschmäcker gut miteinander harmonieren, oder Tipps für Focacciateig vergleichen – Kochbücher haben großen Einfluss darauf, wie wir kochen, essen und wie wir über Essen denken und schreiben.

Um dein Last-minute-Geschenkeshopping im Dezember zu erleichtern, haben wir eine Liste der besten Kochbücher 2018 (in willkürlicher Reihenfolge) zusammengestellt. Und so viel ist sicher: Die Ausbeute kann sich sehen lassen, denn es ist für jeden Kochtyp etwas dabei. Für Anfänger und Profis, für Fans von Marinaden, Eis oder Resteessen, für Liebhaber der venezianischen Küche und für Typografie- und Designbegeisterte. Wen auch immer du beschenken möchtest, du wirst auf jeden Fall fündig. Ganz nach dem Motto: Anyone can cook!

„Speisekammer“ von Lisa Eisenman Frisk und Monica Eisenman

Kitchen Stories

Das perfekte Geschenk für: Hobbyköche und Hobbyköchinnen

Das Buch Speisekammer von den Eisenman-Schwestern ist mir ganz zufällig in die Hände gefallen. Ich war auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meinen Schwiegervater in spe, der passionierter ‚Selbermacher‘ ist. Das Buch hat mich auf Anhieb verzaubert und mich sofort an meine Kindheit erinnert. Wir hatten früher auch eine Speisekammer, in der all das Gute aus unserem Garten in großen Einweggläsern, Kartoffelkisten und Saftflaschen gelagert wurde. In dem Buch mit 350 Rezepten rund um alles, das man selber herstellen, einwecken, einkochen und vorbereiten kann, habe ich als gelernte Köchin nichts gefunden, was mir fehlen könnte.

Von einfachen Rezepten für Marmelade, Müsli oder Gewürzsalzen über Brot- und Pastateige bis hin zu super komplexen Profithemen wie Käse und Wurstherstellung bietet die „Speisekammer“ alles, was ein passionierter Selbstmacher braucht. Am meisten beeindruckt haben mich die vielen Variationen von Würzsaucen, Chutneys und Sirups, die einem unendliche Möglichkeiten geben in der Küche kreativ zu werden. Und die Bilder sind einfach nur wunderschön anzuschauen.

Besondere Rezepte: Hausgemachtes Pektin, Cornflakes, Burrata, Ginger Beer und Lebensmittelfarbe

Johanna Reder, Köchin

„Zu Tisch in Venedig“ von Skye McAlpine

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Das perfekte Geschenk für: Diejenigen, die die originale italienische Küche kennenlernen und einen Einblick in das traditionelle Venedig wagen wollen.

Wohl kaum jemand schafft es derart ansprechend, traditionelle Gerichte so zeitlos erscheinen zu lassen: Skye McAlpine liebt es, Freunde und Bekannte zu sich einzuladen und sie nach allen Regeln der Kochkunst zu verwöhnen. Ich selbst fühle mich beim Stöbern in ihren Rezepten, als wäre ich zu Gast in ihrer Küche und kann die pure Freude am Kochen und Backen förmlich miterleben.

Mit über 100 Rezepten, geprägt von den Einflüssen venezianischer Freunde und Nachbarn, drückt die gebürtige Engländerin in Zu Tisch in Venedig aus, wie sie die Küche ihrer Wahl-Heimat Venedig zu schätzen weiß. „La dolce vita“ rund um den Genuss, inspirierende Gerichte und verwunschene Orte der bunten Wasserstadt, die mit eindrucksvollen Farbfotos dargestellt werden und Lust auf mehr machen.

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In ihrem Kochbuch werden nicht nur alle kulinarischen Geheimnisse Venedigs offenbart; man begleitet McAlpine ebenso durch versteckte Hinterhöfe, auf Märkte und verwinkelte Gassen und lernt so das Herz der kleinen italienischen Stadt kennen. Charmant erklärt sie, dass ihre Pasta nicht immer frisch oder selbstgemacht sein muss und ein Mittagessen entgegen der Tradition nicht immer aus 3 Gängen besteht. Aber das Wichtigste für sie ist – und das muss immer sein – das gemeinsame Essen. Für Jeden, der Lust hat, sich für eine kleine kulinarische Reise nach Venedig zu begeben, sind die Rezepte von Skye McAlpine ein absolutes Muss!

Besondere Rezepte: Frühstücksbrot mit Schokolade, Orange und Haselnuss; Gerösteter Radicchio mit Granatapfelkernen; Tagliolini mit Garnelen, Zucchini und Safran; Polentaauflauf mit Gorgonzola; Frittierte Risotto-Mozzarella-Kugeln; Pinienkern Pudding-Tarte

Lisa-Kristin Erdt, Redaktionspraktikantin

„Sight, Smell, Touch, Taste, Sound: A New Way to Cook“ von Sybil Kapoor

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Das perfekte Geschenk für: technisch interessierte Köche und Köchinnen

Im Moment können wir offenbar nicht genug von technischen Kochbüchern bekommen. Samin Nosrats Debüt „Salz. Fett. Säure. Hitze“ hat es dir (oder einem/r Freund/in) angetan? „The Flavor Thesaurus“ von Niki Segnit ist deine Kochbibel? Dann wird „Sight, Smell, Touch, Taste, Sound: A New Way to Cook“ ganz sicher dein neues Standardwerk in der Küche.

Mit ihrem sinnlichen Ansatz löst die preisgekrönte Foodjournalistin Sybil Kapoor so manches Küchenrätsel: Wie beeinflusst der Duft einer Cocktailgarnitur den ersten Schluck? Wann sieht Essen appetitlich aus? Warum lieben wir es knusprig? Warum schmecken manche Speisen am besten, wenn sie Raumtemperatur annehmen? Du siehst, worum es geht. Das Buch umfasst fünf Kapitel – Geschmacksrichtung, Note, Textur, Aussehen, Temperatur – und spürt Feinheiten auf, die mit Rezepten belegt werden. Gibt es eine köstlichere Art zu lernen? Wohl kaum, wir haben sie jedenfalls noch nicht entdeckt.

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Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Basilikumcreme; Miso-Karamellkuchen; Garnelen-Laksa; Gratin mit Fenchel und Chicorée; Tintenfisch mit Szechuanpfeffer und Orange; Geschmorter Lauchsalat mit Thymianöl; Mattar Paneer

„Korean Home Cooking: Classic and Modern Recipes“ von Sohyi Kim und Rachel Wharton

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Das perfekte Geschenk für: Fans von Länderküchen

„Mit zehn Jahren bin ich in die USA gezogen und meine Familie hat schnell amerikanische Essgewohnheiten übernommen. Wir haben zwar noch Koreanisch gegessen, aber auch Pizza liefern lassen (mein Vater hat sie dann mit Kimchi belegt)“, schreibt die Köchin und Kochbuchautorin Sohyi Kim im Vorwort von „Korean Home Cooking: Classic and Modern Recipes“.

Das Buch ist eine großartige Anleitung für die koreanische Küche – mit den wichtigsten Produkten und Zutaten für die Vorratskammer, liebevollen Texten über die koreanische Esskultur, Food-Fotos, die schon beim Anblick eine Geschmacksexplosion verursachen und mit bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen für knifflige Techniken (du weißt, das ist genau nach Kitchen-Stories-Gusto), z. B. wie schneide ich eine Querrippe oder wie gelingen anspruchsvolle Rezepte wie Dumplings. Das Buch ist nicht nur eine tolle Einführung, sondern präsentiert darüber hinaus besondere Rezepte mit Zutaten, die außerhalb von Korea leicht erhältlich sind und zeigt damit die Nische, die Sohyi Kim mit ihrem Restaurant „The Good Fork“ besetzt.

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Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Marinierte Flanken Cut Short Ribs; Knoblauch-Schnittlauch-Kimchi; Knusprige Seetang-Chips; Soju-Cantaloupe-Melone; Congee; Mit Gochujang glasierte Schweinerippchen; Reiskuchen und Dumplingsuppe

„Five Seasons of Jam“ von Lillie O’Brien

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Das perfekte Geschenk für: den Jahreszeiten-Koch und die Jahreszeiten-Köchin

Entgegen der weitverbreiteten Meinung kann Marmelade viel mehr als nur den Sommer konservieren. Köchin Lillie O’Brien, Inhaberin des Konfitürenshops und -herstellers London Borough of Jam, macht in ihrem ersten Buch „Five Seasons“ of Jam Schluss mit den Mythen ihres Handwerks. Du hast richtig gelesen: five seasons, fünf Jahreszeiten. Das Buch führt in fünf Kapiteln durch Lillie O’Briens Marmeladen-Jahresplan: „Lebendig“ heißt der Zeitraum von Mitte bis spätes Frühjahr, „Heiß“ der Sommer, „Herbstrot“ der Frühherbst, „Stachelig“ der Spätherbst und das Kapitel „Frost“ dreht sich um den Zeitraum Winter bis Frühlingsbeginn.

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Statt der üblichen Erdbeermarmelade zeigt das Buch, wie du dich auf die Jahreszeiten einstimmst – eine Fähigkeit, die die Autorin in ihrer Zeit im St. John Restaurant perfektioniert hat. Es zeigt, wie du selbst den flüchtigsten Moment eines Produkts in Gläsern konservieren kannst, zum Beispiel indem du Kirschblüten pflückst und zu Sirup verarbeitest. Magisch! Ein mit wunderschönen Farben, Pflanzenfotos und glänzenden Konfitüren prall gefülltes Buch, das die Wahrnehmung für unsere Umgebung schärft: Wenn Lillie O’Brien ihren wilden Fenchel an den Bahngleisen in East London findet, gibt es vielleicht auch für andere Städter Hoffnung auf leckere Funde in den Metropolen. In der Zwischenzeit trage ich schon mal die nächste Kirschblüte in meinen Kalender ein.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Grapefruitmarmelade mit Rauchsalz; Quittenmarmelade mit Rosenwasser; Marmelade aus gebackenem gelbem Pfirsich und Fenchel; Feigen-Earl-Grey-Marmelade; Rhabarber-Pistazien-Orangenblüten-Marmelade; Feigenblattsirup; Eingelegte Wassermelonen-Schale

„How to Eat: The Pleasures and Principles of Good Food, 20. Jubiläumsausgabe “, von Nigella Lawson

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Das perfekte Geschenk für: alle, die kochen lernen wollen und dieses Buch noch nicht haben, oder einfach für jemanden, den du magst

Kaum zu glauben: „How to Eat“ ist bereits zwanzig Jahre alt. Dass das Buch immer wieder aufgelegt wird, ist kein Wunder. Schon 1998 richtete Nigella Lawson grüne Bohnen mit Miso-Essig-Senf-Dressing an, streute Granatapfelkerne auf ihre Gerichte, stellte Harissa selbst her und nahm bereits das Wort Self-Care in den Mund, lange bevor man von einem Trend sprechen konnte. Mit dem Buch begann ihre Kochbuchkarriere und entwickelte sich zu einer Institution in den Küchen Großbritanniens – oder in den Worten von Ruth Rogers zum „Standardkochbuch für eine ganze Generation“.

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Recht hat er! Es ist ein fantastisches Grundlagenkochbuch aus der Perspektive einer arbeitenden Hobbyköchin. Darin erfährst du, wie man mit den Jahreszeiten kocht, wie eine Carbonara gelingt, wie man für eine Person kocht oder schnell etwas für acht zaubert (mit glorreichen Menütiteln wie „Seriöses Samstagmittagmenü für 8 – ohne Geiseln“) und wie man die einfachen und geschulten Lösungen der Autorin nachmacht. Doch ich glaube, der Grund, warum das Buch zum Klassiker wurde und mich schon als Teenager faszinierte, ist ein anderer: Nigella Lawsons Rezepte entspringen dem echten Leben – ihrem Leben. Sie sind geistreich und voller Tipps, Bekenntnisse und Anekdoten. Und das bedeutet, dass man die Autorin beim Lesen ihres Buches kennenlernt. Dass man lernt, ihr und den eigenen Kochkünsten zu vertrauen und ohne Schuldgefühle, mit Freude und immer mit Wertschätzung zu essen.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Couscous mit Kirschen und Kichererbsen; Coca-Cola-Schmorschinken; Kafkaeske oder weiche, knusprige Ente; Gebratener Kabeljau mit weichen Erbsen; Sämiges Misodressing für Bohnen; Linguine mit Venusmuscheln; Rhabarber-Muskatwein-Mascarpone-Trifle

„Deutschland – das Kochbuch“ von Alfons Schuhbeck

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Das perfekte Geschenk für: Fans der deutschen Küche

Als ich noch ein Kind war, hatte meine Mutter eine ganze Reihe deutscher Kochbücher – meistens mit Gerichten in 50 verschiedenen Farben für braune Soße, garniert mit krauser Petersilie und betitelt in unauffälligen Schriften aus dem letzten Jahrhundert. Und heute, im Jahr 2018? Mittlerweile hat die häufig als zu herzhaft, zu beige und mit zu viel Schweinefleisch verkannte Küche endlich ihren wohlverdienten Imagewechsel vollzogen. Nicht zuletzt durch das im Phaidon Verlag erschienene Kochbuch „Deutschland – das Kochbuch“ von Sternekoch und Gastro-Veteran Alfons Schuhbeck.

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Allein der Anblick seiner Sammlung regionaltypischer deutscher Rezepte ist grandios: eine Caspar-David-Friedrich-Landschaft im Leineneinband mit goldenen Buchstaben, ergänzt durch wunderschöne Fotos im Buch, mit herzhaften Gerichten auf Holz oder Leinentischdecken angerichtet, die man am liebsten sofort mit der danebenliegenden Gabel in den Mund befördern möchte. Illustrierte Hinweise kennzeichnen die Rezepte mit hilfreichen Infos wie „bis 5 Zutaten“, „bis 30 Minuten“, „mit Nüssen“, „laktosefrei“, „vegetarisch“, sowie mit den verwendeten Fleisch- oder Fischsorten. War doch klar, dass es ein praktisches Buch sein würde, oder?

Besondere Rezepte: Birnen, Bohnen, Speck; Maultaschen; Fränkischer Schmorbraten; Hähnchen in Riesling; Rehragout; Versunkener Stachelbeerkuchen; Schwarzwälder Kirschtorte

„You and I Eat the Same“ von MAD Dispatches

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Das perfekte Geschenk für: alle, die „Lucky Peach“ nachtrauern oder verrückt nach „Ugly Delicious“ auf Netflix sind

„Zugegeben, in „You and I Eat the Same“ steht nicht ein einziges Rezept. Doch der erste Band der neuen Buchserie von MAD Dispatches ist eine großartige Lektüre für alle Foodinteressierten mit einem Faible für Geschichten über Dinge, die die Menschen verbinden. Veröffentlicht wurde das Buch von der Non-Profit-Organisation MAD, die der renommierte dänische Koch René Redzepi 2011 ins Leben gerufen hatte. Geschrieben wurde es von Chris Ying, Mitgründer und Chefredakteur des leider nicht mehr existierenden Magazins „Lucky Peach“ . Die Storys streifen ganz unterschiedliche Themen – von der Geschichte der Mennoniten und ihrem Käse in Mexiko bis hin zum Brathähnchen als gemeinsamen Nenner.

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Jede Geschichte erzählt im Kern davon, wie uns Ernährung, Kochen und Essen verbinden – selbst wenn dies auf völlig verschiedene Art und Weise geschieht. Und sie sind lehrreich, ohne dass man das Gefühl bekommt, ungebildet oder dumm zu sein. Sie sind witzig, spannend und regen zum Nachdenken an. Ich habe das Buch einem Freund geschenkt, der genau wie ich am liebsten Leute beobachtet (und belauscht – nicht stasi-mäßig, keine Sorge), und ich kann es jedem empfehlen, der auch so eine/e Freund/in hat.“

— Devan Grimsrud, Food Editor

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Geschichten: Das musst du sofort lesen: Mennoniten-Käse ist mexikanischer Käse; Kaffee rettet Leben; Es gibt keine nicht-ethnischen Restaurants; Essen ist eine Reise

„The Mezze Cookbook: Sharing Plates from the Middle East“ von Salma Hage

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Das perfekte Geschenk für: alle, die am liebsten in großer Runde essen

Geteiltes Glück ist doppeltes Glück – das gilt vor allem für eine Tafel voller Mezze. In der Einführung zu ihrem Buch schreibt Autorin Salma Hage: „Als ich in den 1960-ern aus dem Libanon nach London kam, war das Konzept, dass man um einen Tisch herumsaß und jeder einen eigenen Teller mit Fleisch und ein oder zwei Kartoffeln vor sich hatte, sehr seltsam für mich. Mittlerweile liebe ich das englische Essen, und trotzdem vermisse ich immer wieder das gemeinsame Essen, wie ich es aus meiner Heimat kenne: Fladenbrot zum Abreißen mit Za’atar und grasigem Olivenöl, frisches, kräftiges Tabbouleh, von dem sich alle drei- oder viermal nehmen, und mein Lieblingsgericht – gefüllte Filoteigröllchen, das perfekte Fingerfood, während man sich mit Freunden und Familie Geschichten erzählt.“

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„The Mezze Cookbook“ folgt auf das mit dem James Beard Award ausgezeichnete Kochbuch „Orient – köstlich vegetarisch“ von Salma Hage und ihrem davor erschienenen Bestseller „Die libanesische Küche“. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung hat sich Salma Hage von der Hobbyköchin zum Profi mit vielen lehrreichen Tipps entwickelt. Selbst die gewöhnlichsten Gerichte wie Ofenkartoffeln peppt sie mit drei Varianten ordentlich auf – mit libanesischer 7-Gewürze-Soße, mit Salzzitronen und Minze oder mit Fenchel und grünen Oliven. Damit zeigt sie einmal mehr, dass man immer etwas dazulernen kann.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Manouche mit Orangenblüten-Labneh mit Honig und Pistazien; Auberginen-Reis-Röllchen; Butternut-Kürbis, Palmkohl und Freekeh; Feigen-Rosen-Marmelade; Gerösteter Blumenkohl mit eingelegten Äpfeln; Brot mit Halloumi-Füllung; Kardamom-Kaffee; Zitrus-Granatapfel-Wein

„The New Art of Cooking, a modern guide to preparing and styling delicious food“ von Frankie Unsworth

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Das perfekte Geschenk für: KöchInnen mit einem Auge für stilvoll gedeckte Tafeln und kunstvoll angerichtete Teller

Lass dich von dem Titel des Buches nicht täuschen: Es geht nicht nur ums Styling, das Buch hat auch Substanz. „The New Art of Cooking“ zeigt umfassend, wie wir unser Essen mit allen Sinnen genießen. Das Auge isst schließlich mit und es ist das Sinnesorgan, das neben der Nase als erstes zum Einsatz kommt. Es sieht das Essen, wenn es auf den Tisch kommt, oder bleibt an einem bestimmten Food-Foto hängen, wenn wir uns durch Instagram scrollen.

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Foodstylistin Frankie Unsworth teilt in ihrem Buch die Erfahrungen aus ihrem Job und gibt damit wichtiges Know-how auch für den Hobbykoch zu Hause weiter – zum Beispiel: Wie richte ich den Teller schön an? Wie bleiben Kräuter länger frisch? Wie style ich die Dinnertafel? Zusätzlich zu diesen praktischen Tipps und Tricks gibt es Rezepte für einfache, schöne Gerichte, die genauso toll klingen, wie sie aussehen.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Burrata mit Pistazien-Dukkah und Kirschen; Kürbis mit Parmesancreme; Shiitake-Miso-Udon-Brühe, Melonen-Gurkensalat mit San-Daniele-Schinken; Porridge mit Toppings für jede Jahreszeit

„Simple. Das Kochbuch“ von Yotam Ottolenghi

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Das perfekte Geschenk für: alle, die Ottolenghi lieben

Niemand bereitet Essen so verlockend zu wie Yotam Ottolenghi – mit all den kunstvoll angerichteten Joghurtklecksen, herabrieselnden Kräutern und dem leuchtend bunten Gemüse in Simple. Seine Fans lieben ihn dafür, dass das Gemüse auf seiner Tafel einen Ehrenplatz bekommt. Kritiker hingegen bemängeln die Zutatenlisten: Warum brauche ich Petersilie und Koriander? Was sind Berberitzen? Wenn dir das bekannt vorkommt, spring lieber zum nächten Kochbuch. Ich finde seine Rezepte sehr inspirierend – und mir macht es überhaupt nichts aus, im Supermarkt auf die Jagd nach den richtigen Zutaten zu gehen, nach drei verschiedenen Kräutern oder nach Rose Harissa zu suchen, auch wenn ich das ganze Internet durchforsten muss.

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Die Rezepte sind es auf jeden Fall wert. Als ich das erste Mal über das neue Buch las, dachte ich, der Titel sei ironisch gemeint, als Augenzwinkern in Richtung der Kritiker. Falls es stimmt, ist das jedenfalls sehr taktvoll gelungen. Jedes Rezept ist einem bestimmten Kriterium zugeordnet: S (short in time) – Schnell fertig, I (10 ingredients or less) – Nicht mehr als 10 Zutaten, M (make ahead) – Lässt sich vorbereiten, P (pantry) – Aus dem Vorrat, L (lazy) – Macht sich fast von allein, E (easier than you think) – Einfacher als gedacht. Praktisch ist auch das Simple-Rezeptregister mit Menüvorschlägen aus den 140 Rezepten im Buch, die nach Jahreszeiten und Themen wie Feierabendessen, Wochenendbrunch mit Freunden und Festessen für Winter oder Sommer sortiert sind. Mit den orientalischen, italienischen, südostasiatischen und sogar aschkenasischen Rezepten zeigt das Buch auf wunderbare Weise, wie wir im Jahr 2018 kochen.

Besondere Rezepte: Erbsen-Za’atar-Feta-Bratlinge; Burrata mit gegrillten Weintrauben und Basilikum; Butterbohnen-Püree mit Muhammara; Pappardelle mit Rose Harissa, schwarzen Oliven und Kapern; Rosenkohl mit brauner Butter und schwarzem Knoblauch; Süß-salziger Käsekuchen mit Kirschen

„How to Eat a Peach“ von Diana Henry

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Das perfekt Geschenk für: alle GastgeberInnen, die gerne Menüs planen

Die erfolgreiche Kochbuchautorin Diana Henry hat ein Talent für skurrile Buchtitel. Auf ihr Bestseller-Debüt „Crazy Water, Pickled Lemons“ folgt nun ihr zehntes Buch mit dem Titel „How to Eat a Peach“, bei dem sogar das Cover zum Namen passt: Es fühlt sich nämlich an wie eine flauschige Pfirsichschale. In der Einführung erzählt Diana Henry von einer aufschlussreichen Beobachtung während ihrer ersten Italienreise. In einem Restaurant sah sie, wie die Gäste am Nebentisch Pfirsiche in Spalten schnitten, sie in kalten Moscato-Wein legten und das Ganze als Dessert verspeisten.

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Das mag sich nebensächlich anhören, doch häufig sind es diese kleinen Entdeckungen, die den Appetit anregen. „Das war kein kompliziertes Gericht, aber es war einfach schön, ein Essen so ausklingen zu lassen – saisonal, einfach, liebevoll und auch ein bisschen magisch – ein Konzept des Essens und Kochens, das ich zwar schon verstanden, aber noch nicht ausgedrückt hatte. Ich habe das nie vergessen. Die Pfirsiche sind nicht nur eine Erinnerung für mich, sondern ein Symbol für gutes Essen“, schreibt die Autorin. Die Menüs im Buch sind von den Jahreszeiten und von Diana Henrys Reisen inspiriert und haben genauso geniale Titel wie das Kochbuch selbst, zum Beispiel „Zu heiß zum Kochen“ oder „Vor dem Abendspaziergang“. Die Fotos wurden in der Abendsonne aufgenommen – der perfekte Zeitpunkt, um an einem Samstag das Buch in die Hand zu nehmen und einen entspannten Sonntag in der Küche zu planen.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Das Titelmenü „How to Eat a Peach“ – Cocktail Sommersandale; Crostini mit zerdrückten dicken Bohnen und ’Nduja; Melone und Ziegenkäsequark mit Rotwein-Lavendel-Dressing; Gebratener Seebarsch mit Fenchel-Anis-Aioli; Weiße Pfirsiche in kaltem Moscato

„A Very Serious Cookbook“ von Jeremiah Stone, Fabián von Hauske und Alison Roman

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Das perfekte Geschenk für: alle KöchInnen, die seit Neuestem mehr Zeit in Naturweinbars verbringen als in der eigenen Küche

Um die Menüs aus ihren Restaurants „Contra“ und „Wildair“ in ein Kochbuch für zu Hause zu verwandeln, engagierten die New Yorker Köche Jeremiah Stone und Fabián von Hauske Alison Roman, die 2017 mit „Dining In“ zur Kochbuchkönigin wurde. Und selbst, wenn man noch nie einen Fuß in eines der beiden Restaurants gesetzt hat – genauso wie ich –, kann man sich dank der Einleitung von Gastronom und Comedian Eric Wareheim ziemlich gut vorstellen, was sie ausmacht: „Man kommt sich nie vor wie ein Idiot, wenn man ‚diesen spanischen Wein aus italienischen Trauben mit, ich glaube, einem Hasen auf dem Etikett‘ bestellt.“

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Das Buch „A Very Serious Cookbook“ ist weit weniger ehrfürchtig, als der Titel vermuten lässt. Es erzählt, wie es die Rezepte auf die Speisekarte geschafft haben und wie sie überhaupt erst entstanden sind, darunter auch die Geschichte von der Spaßaufgabe, „ein Gericht mit dem Geschmack von Pizza Hawaii zu entwickeln“. Das Design ist auffällig – mit der plakativen Illustration auf dem Cover, der Pinselstrich-Schrift und den matten Seiten spricht es sicherlich diejenigen an, die ein Buch nach ihrem Cover beurteilen – ich gehöre jedenfalls dazu.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Kaki, Stracciatella, Chicorée; Sardine, Umeboshi, Sauerteig; Erdbeeren, Gebrannte-Milch-Eiscreme; Kleine Venusmuscheln, Mandelmilch, XO; Schwein, Stachelbeeren, Sukkulenten

„The Nordic Baking Book“ von Magnus Nilsson

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Das perfekte Geschenk für: KöchInnen mit einem Faible für Geschichte (oder Freunde, die letztes Jahr der Hygge-Sucht verfallen sind)

Oh ja, „The Nordic Baking Book“ ist der Rettungsanker für alle Hygge-Süchtigen (falls das zynisch klingt, dann ist mein dänischer Freund schuld, der einfach nicht zum wichtigsten Exportgut seines Landes steht). Das heißt jedoch nicht, dass ich dieses ausgesprochen gelungene Kochbuch von Magnus Nilsson unter Wert verkaufen will. Als Pendant zum im Phaidon Verlag erschienenen „Nordic – Das Kochbuch“, das aus Magnus Nilssons Zeit in Fäviken stammt, ist das neue Backbuch prall gefüllt mit traditionellen Rezepten seiner Reisen durch Dänemark, die Färöer-Inseln, Finnland, Island, Norwegen und Schweden – auch eigene Familienrezepte sind enthalten.

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Zu den Rezeptfotos und illustrierten Anleitungen gesellen sich Bilder von nordischen Landschaften, die auf Magnus Nilssons Recherchereise entstanden sind, sowie gesprächsartige Einführungskapitel und Rezeptnotizen. Alles in allem gibt „The Nordic Baking Book“ einen informativen, liebevoll geschriebenen Einblick in die nordische Kultur und die Person Magnus Nilsson – erzählt mit der typischen Trockenheit des Nordens.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Finnischer Roggenmalz-Pudding; Soda-und-Sauermilchbrot; Dicker Ofenpfannkuchen mit Pökelfleisch; Weiche Kartoffelpfannkuchen aus Dalarna; Zitronen-Mond-Kuchen; Safranbrötchen; Isländische Luftplätzchen

„La Grotta Ices“ von Kitty Travers

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Das perfekte Geschenk für: alle KöchInnen, die den Winter hassen und Eis lieben

Eine Portion Sonnenschein gefällig? Das Kochbuch „La Grotta Ices“ von Kitty Traversbringt Licht in den grauen Winter. Ehrlich gesagt bin ich noch nicht in den Genuss gekommen, ein Eis aus ihrer weißen „Piaggio Ape“ zu schlecken, die von April bis November durch London tuckert (in den Wintermonaten flüchtet sie zum Verkaufen ins Ausland – ein Traum). Aber dank ihres Instagram-Accounts kommt es mir so vor, als hätte ich schon Hunderte Eis verschlungen. Bei Namen wie Büffelmilch, Mandeln und Amalfi-Zitrone oder Grüner Stachelbeer-Narr läuft einem doch direkt das Wasser im Mund zusammen.

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La Grotta steht für skurrile, botanische, nicht zu süße Eiscremes – zum Beispiel Wassermelonen-Eis mit Gurke und Sauerrahm. Meine Empfehlung, um durch den Winter zu kommen: Setz dich an die Heizung, knips eine extra-gelbe Lampe als Fotosynthese-Ersatz an und blättere durch die fantastischen Seiten (die Farben sind irgendwo zwischen Pop-Art und den Bildern von Martin Parr in „Real Food“). Ach ja, und plane dabei deine Eis-Saison 2019!

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Eissorten: Wilde Feige und Wassermelone; Röstkastanien-Gremolata; Meersalz, Rosmarin und Pinienkerne; Tomate und weißer Pfirsich; Ricotta und kandierte Früchte; Barbados Vanillecreme

„Honey & Co: At Home“ von Sarit Packer und Itamar Srulovich

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Geschenk für: alle Neugierigen, die wissen wollen, wie Chefköchinnen zu Hause kochen

„Im dritten Buch des Chefkochduos Sarit Packer und Itamar Srulovich geht es nicht um die vielen Backwaren und orientalischen Mezze, die sie in ihrem Londoner Restaurant ´Honey & Co.` kredenzen und die ihnen Kultstatus eingebracht haben – oh nein. Die Köche zeigen stattdessen, was bei ihnen zu Hause auf den Tisch kommt, und erzählen in ´Honey & Co : At Home` Hintergründe zu den Ursprüngen der Rezepte. Beide sind in Israel aufgewachsen und so liegt es nahe, dass sie dem richtigen Anbraten von Auberginen ein ganzes Kapitel widmen. Mein persönliches Highlight ist das grüne Shakshuka, ein Rezept aus Jerusalem, wo alte Damen auf den Gehwegen alle nur vorstellbaren Kräuter verkaufen und am Abend aus den nicht verkauften Resten und Eiern dieses einfache und köstliche Gericht zubereiten.

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Darüber hinaus gibt es Feierabendrezepte für Tage, an denen man kaum eine Stunde wach zu Hause ist und trotzdem lecker essen möchte. Und solche Rezepte, aus denen man ein Last-minute-Menü für Gäste zaubern kann, wenn sich mal wieder nur die Erinnerungsfunktion im Handy das Treffen gemerkt hat. Das Kochbuch ist jedoch nicht nur etwas für den schnelllebigen Alltag. Ein ganzes Kapitel dreht sich um gemütliche Wochenenden, an denen das einzige strukturgebende Tagesprogramm aus den Mahlzeiten besteht. Aus den Besten natürlich.“

— Florence Lampart, Praktikantin Community Management

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Kartoffel-Feta-Bratlinge; Kokosnuss-Limetten-Pfannkuchen mit Mango; Feigen-Feta-Pide; Shish Barak (palästinensiche gefüllte Teigtaschen), Geeistes Tahiniparfait und Schokoladensandwichkuchen

„Waste Not, Recipes and Tips for Full-Use Cooking from America’s Best Chefs“ von der James Beard Foundation

Das perfekte Geschenk für: KöchInnen, die wenig Abfall produzieren wollen, oder noch besser: für verschwenderische KöchInnen

„Spare in der Zeit, so hast du es in der Not“ ist das Lieblingsmotto meines Großvaters. In seinem Haus wandert keine weiche Karotte und kein welker Salat in den Abfalleimer. Eine Einstellung, die in der heutigen Zeit, in der rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel im Müll landet, während viele Menschen Hunger leiden, wichtiger ist als je zuvor. Es ist an der Zeit, beim Essen, Kochen und Einkaufen radikal umzudenken. „Veränderungen können köstlich sein, Spaß machen und zur Gewohnheit werden. Und kleine Gewohnheiten, die von vielen übernommen werden, können eine Kultur der Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit in eine gesündere, gerechtere Zukunft lenken, in der wir alle miteinander teilen,“ schreibt Tom Colicchio in seiner Einführung.

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„Waste Not“ wurde von der James Beard Foundation mit dem Ziel veröffentlicht, Köche zu inspirieren und dafür zu werben, dass herausragende Rezepte keinen außergewöhnlichen Zuschnitt und auch kein Obst und Gemüse brauchen, das keine Saison hat. Stattdessen können tolle Gerichte aus Resten oder aus Lebensmitteln zubereitet werden, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Praktisch und faszinierend sind zum Beispiel das Tahinirezept aus geschabten Kürbiskernen, die Aioli mit Spargelenden oder das Drei-Mahlzeiten-Rezept aus nur einem Brathähnchen. Mit den Fotos im 70er-Jahre-Stil fühlt es sich an, als hätte man schon eine ganze Generation mit diesem Buch verbracht.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Originalausgabe.

Besondere Rezepte: Kürbiskerntahini; Grüne Harissa; Cremige Suppe aus Rettichblättern; Cremige Lauchblätter; Vinaigrette aus Brokkolistrunk; Reste-Kimchi; Pfirsichkern-Wodka; Schweinebäckchensugo mit grünen Nudeln aus Bohnenblättern

„Die Sauerteig-Schule“ von Vanessa Kimbell

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Das perfekte Geschenk für: alle, die regelmäßig ihr Anstellgut „umbringen“

Vanessa Kimbell, Bäckerin in dritter Generation, backte schon als Kind jeden Sommer in einer Sauerteigbäckerei in Frankreich. Sie liebt Brot – und das schon lange vor dem großen Sauerteig-Hype. Nachdem sie entdeckt hatte, dass sie glutenintolerant ist (auch Bäcker kann es treffen), und vier bedauerliche Jahre auf Brot verzichtet hatte, fand sie auf einer Frankreichreise heraus, dass sie den französischen Sauerteig viel besser vertrug als das Brot in Großbritannien.

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Das war der Moment, in dem sie entschied, dass sie alles über die Wissenschaft des Sauerteigs erfahren musste. Sie las jeden Forschungsbericht über Gärungsprozesse und lernte, wie diese Mehl und Wasser in eine bekömmliche und viel nahrhaftere Masse verwandeln. Das Buch Die Sauerteig-Schule, dessen Name auf ihre Sauerteigschule in Großbritannien zurückgeht, bündelt nun all diese Erkenntnisse – es ist eine Sauerteig-Bibel, die von der Herstellung des Anstellguts über verschiedene Gärungsmethoden bis hin zu den vielfältigen Möglichkeiten, dem Brot seinen Geschmack zu geben, alle Fragen beantwortet.

— Florence Lampart, Praktikantin Community Management

Besondere Rezepte: Russisches Roggenbrot; Stangenbrot mit Rote Bete, schwarzer Pfeffer und Feta; Wilder-Knoblauch-Brot; Schokoladenbrot mit gerösteten Haselnüssen

„Strudel, Noodles, & Dumplings“ von Anja Dunk

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Das perfekte Geschenk für: NomadenköchInnen

Wer hat noch mal gesagt, die deutsche Küche sei nicht cool? Ein Blick auf das Buchcover von Anja Dunks „Strudel, Noodles & Dumplings“ zeigt: Es gibt eine Renaissance. Und das Buch beinhaltet weit mehr als der Titel vermuten lässt. Es dreht sich rund um den Begriff „zu Hause“ und darum, wie all die Orte, an denen wir gelebt haben, schließlich auf unseren Tellern landen. Die halb-deutsche Autorin, die in Wales, Afrika und Asien aufwuchs, schreibt: „Der Geschmack ist letztlich einer der transportierfähigsten Sinne. Wenn man in einem fremden Land lebt, verstärkt er das Gefühl von Zugehörigkeit und Identität. Bei meiner Mama zeigte sich das darin, dass sie deutsche Gerichte kochte. Daher fühlte ich mich als Kind viel mehr deutsch als alles andere.“

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Anja Dunk stellt in ihrem Buch deutsche Klassiker für zu Hause vor, die mit beliebten Zutaten wie Quark, Wacholder, Buchweizen oder Kümmel neu interpretiert werden. Zu den Rezeptkategorien zählen „Backen für jeden Tag“, „Schnelle Gerichte“, oder „Mehl + Wasser = Magie“. Außerdem erklärt das Kochbuch die wichtigsten Geschmacksnoten der deutschen Küche. Ein wunderbares Buch für alle KöchInnen mit Hang zum Nomadenleben.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du allerdings ein Buch von derselben Autorin, das wir mindestens genau so lieben!

Besondere Rezepte: Wild-und-Wacholder-Burger; Erbsensprossensalat mit Buchweizen und Kirschen; Holunderblüten-Milchsuppe

„In My Blood“ von Bo Bech

Kitchen Stories

Das perfekt Geschenk für: alle, die schon in Besitz von „The Modernist Cuisine“ sind

Chefkoch Bo Bech – auch als Enfant terrible bezeichnet – führt den Leser mit dem selbst veröffentlichten Kochbuch „In My Blood“ in sein Restaurant „Geist“ nach Kopenhagen. Noch bevor man zu den Rezepten gelangt, geht es durch schwungvolle Wasserfarben und einen Proust-Fragebogen mit sehr persönlichen, in Kritzelschrift präsentierten Antworten des Chefkochs.

Kitchen Stories

Obwohl die Rezepte selbst – aufgenommen aus der Luftperspektive, so als schwebe man über diesen auf Tellern angerichteten Kunstwerken im Restaurant Geist – in Sachen Anspruch das Ende der Fahnenstange erreichen, ist das Buch faszinierend, da es auch beschreibt, welcher gestalterische Prozess hinter der Eröffnung und Entwicklung eines Restaurants steckt. Vom Aufbau der Location bis hin zur nicht greifbaren Identität und Seele des Lokals. Kleiner Tipp: Neue und umsetzbare Drinks wie den Kirsch-Popcorn-Bourbon-Shake findest du gegen Ende des Buches. Schließlich kann es nie schaden, eine gute Lektüre mit einem großartigen Cocktail zu beginnen.

Dieses Buch wurde leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. Hier findest du jedoch die englische Ausgabe.

Besondere Rezepte: Ochsenherztomaten mit Himbeeren und Harissa; Spitzkohl mit Sesam und Hagebutte; Gans mit Holunderbeeren und Lakritz; Dicke Bohnen mit Sauerampfer und Molkenbutter

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