Celeste

Kontributor

Um unsere Artikelreihe rund ums Backen gebührend zu verabschieden, haben wir unsere Redakteure nach ihren liebsten Backbüchern gefragt. Das Ergebnis: Eine inspirierende Liste mit jeder Menge Empfehlungen rund ums Backen!

Entweder man backt gerne oder eben überhaupt nicht, oder? Diese Woche möchten wir gerne eine Ausnahme machen und behaupten: Jeder kann und sollte backen!

In den letzten 3 Wochen hat unsere sehr talentierte Zuckerbäckerin Johanna ihr Expertenwissen mit euch geteilt und die dringendsten Fragen rund ums Backen beantwortet. Es ging beispielsweise um die perfekte Teig- und Kuchenkonsistenz, das Geheimnis hinter einer knusprigen Brotkruste und wie du Torten mit essbaren Blüten dekorierst. In dieser Woche hat Johanna eine Pause verdient. Jetzt seid ihr, unsere Community, dran mit Backen. Hier kommt eine Liste unserer absoluten Buchfavoriten.

Trotz meiner anfänglichen Befürchtung war das Zusammenstellen der 7 Empfehlungen ein Kinderspiel. Für viele Menschen, mich zähle ich auch dazu, erinnert Backen an die Kindheit und das gemeinsame Herumprobieren mit der Familie. Deshalb bin ich der Meinung, dass der Gedanke an dich als furchtloser und kreativer Meisterkonditor aus Kindertagen, ein guter Start für neue Backabenteuer im Erwachsenenalter ist. Einige in unserer Auswahl erwecken tatsächlich genau diesen Gedanken. Ganz gleich, ob du etwas ganz Neues ausprobieren wolltest, deine Lust am Backen wiederbeleben möchtest oder normalerweise im Internet das richtige Rezept findest, unsere kleine, aber feine Auswahl wird dir den Start erleichtern. Ein gutes Backbuch hilft dir, wenn kurzfristig angekündigter Besuch vor der Tür steht. Es eignet sich auch hervorragend als Beginn einer Party-Konversation. Vielleicht aber gibt es dir auch einfach nur den lang gebrauchten Stoß in die richtige Richtung, um wieder mit dem Backen anzufangen. Viel Spaß dabei!

Was ist dein persönlicher Favorit? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

1. Sister Pie: The Recipes and Stories of a Big-Hearted Bakery in Detroit von Lisa Ludwinski

Sister Pie ist eine süße kleine Bäckerei in Detroit, Michigan. Sie bietet unter anderem getoasteten Marshmallow Butterscotch-Kuchen an, für den ich ungelogen 14 Stunden Fahrtweg auf mich genommen habe. Die lange Anreise hat sich gelohnt. Natürlich konnte ich auch den anderen süßen Leckereien nicht widerstehen und habe (fast) alle probiert.

Lisa Ludwinski und ihr Team kombinieren die großartigsten Geschmacksrichtungen miteinander und machen es damit zu einem meiner Lieblingsbücher. Die Pies mit Süßkartoffel und Kokos oder dem Klassiker Maple Pie bis hin zu Varianten mit Limette und Malz oder Kardamom, Tahin und Kürbis, machen eines deutlich: Pierezepte sind der Star des Buches. Daneben gibt es aber auch einige Rezepte für Kekse, Scones, Salate und sogar polnische Donuts genannt Paczki. Wie die Speisekarte im Geschäft, sind auch die Rezepte den Jahreszeiten zugeordnet. Das gefällt mir besonders gut und macht es für mich leichter, wenn ich Zuhause backen möchte. Die Rezepte sind einfach und leicht verständlich und ich liebe die tollen Menschen in dieser Bäckerei, wofür sie stehen und was sie Großartiges aus simplen Zutaten zaubern können. Ich kann das Buch nicht oft genug empfehlen! Falls du ebenfalls innerhalb von 14 Stunden an diesem göttlichen Ort sein kannst, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund, es nicht zu tun.

Devan, Redakteurin

2. La Veganista backt: Kuchen und mehr ganz ohne Tier – Leckere Rezepte von süß bis herzhaft von Nicole Just

Wie backt man eigentlich ohne Eier, Schlagsahne, Butter, Milch und Gelatine? Wer für sich selbst oder andere schon mal vegan backen wollte, stand bestimmt auch vor dieser kleinen Herausforderung. Gut, wenn man ein Backbuch hat, das all diese Fragen beantwortet! Nicole Just erklärt nicht nur, was hinter Agar-Agar steckt und was Leinsamen mit Backen zu tun haben, sondern hat von Käsekuchen bis Brownies auch vegane Rezepte für alle beliebten Klassiker. Das Buch hat mir damals bei meinen ersten veganen Backversuchen geholfen und ich schaue immer noch gern rein, um etwas Neues auszuprobieren.

Julia, Redakteurin

3. BraveTart: Iconic American Desserts von Stella Parks

BraveTart von Stella Parks ist eine Abhandlung klassischer amerikanischer Backwaren, die vor allem für ihre Einfachheit und die Art und Weise, wie sie ein heimisches Gefühl erzeugen können, stehen. Backen in seiner reinsten Form, darum geht es. Von den Klassikern (Brownies, Chocolate Chip Cookies, Buttermilchkekse) bis hin zu den heimlichen Ikonen (Twinkies, Oreos, Nutter Butters), gehört die Suche nach dem ultimativen Rezept eines hausgemachten Klassikers zur Lebensaufgabe eines jeden Rezeptentwicklers. Niemand nimmt diese Herausforderung so ernst wie Stella Parks.

Das Bemerkenswerteste an Parks ist ihr wissenschaftlicher und vielleicht auch etwas sturer Ansatz, das perfekte Rezept zu finden oder von Grund auf neu zu entwickeln (sie verbringt manchmal mehrere Monate mit einem Rezept). In dem fast 400-seitigen Kochbuch erklärt sie mit methodischen Details nicht nur die Technik der Rezepte, sondern auch den historischen Kontext ihrer Entstehung. Es ist nicht nur eine faszinierende Lektüre, sondern auch ein unglaublich guter Wegbegleiter für Backanfänger und -experten.

Julie, Chefredakteurin

4. Classic German Baking: The Very Best Recipes for Traditional Favorites, from Pfeffernüsse to Streuselkuchen von Luisa Weiss

Ich mag an dem Buch sehr, dass Luisa alles relativ simpel hält: die Rezeptauswahl, die Fotos und die Anleitungen—wer hat es manchmal nicht gerne einfach?! Die Gerichte sprechen für sich. Obwohl sie italienische und amerikanische Wurzeln hat, hat sie ihr erstes Kochbuch deutschen Rezepten gewidmet—eine gebührende Anerkennung für die deutsche Backkunst! Ich weiß nicht genau warum, aber immer wenn ich in ihren Büchern lese (sie hat auch ein „richtiges” Buch geschrieben) oder in ihrem Blog stöbere, fühle ich mich irgendwie zuhause. Das erste Rezept, das du ausprobieren solltest? Starte mit dem Mohnzopf und backe dich genüsslich hoch zur Schwarzwälder Kirschtorte.

Lisa, Redakteurin

5. How to Be a Domestic Goddess: Baking and the Art of Comfort Cooking von Nigella Lawson

Seit meinem Umzug nach Berlin bereue ich eine Sache: Ich habe dieses Buch nicht mitgenommen. Stattdessen ist es in irgendeiner Kiste in Melbourne mit weiteren Büchern von Nigella verschwunden. Und obwohl ich inzwischen Ersatzkopien meiner Lieblingskochbücher gekauft habe, um meine Regale hier einzurichten: Ich kann mich nicht dazu durchringen, eine weitere Ausgabe dieses Titels zu kaufen. Es fühlt sich einfach so an, als würde ich das Original betrügen. Es war das erste echte, brandneue Kochbuch, das ich mir mit etwa 15 Jahren gekauft habe. Jenseits der glänzenden Bilder von mächtigen Sahnekuchen oder schimmernden Cupcakes in allen Farben, beeindruckte mich ihre Art und Weise, wie sie nicht nur klug und leidenschaftlich über das Kochen schrieb, sondern auch über ihre unglaubliche Liebe zum Essen selbst (das war zu dieser Zeit ein erfrischendes Statement von Frauen in den Medien). All die vermeintlich verbotenen Dinge, wie Kuchen, Brot und mit Sahne gefüllte Köstlichkeiten, liebte Nigella genauso wie ich. Mit ihrer Hilfe habe ich Berge an Brownies, meinen ersten Victoria Sponge Cake, ihren unglaublichen Geburtstagskuchen mit Buttermilch und die leckeren Frangipan-Pasteten für Weihnachten gebacken. Auf meiner To-Do-Liste stehen definitiv noch das Gin und Tonic Jelly und der herbstliche Baiserkuchen mit Walnüssen.

Ruby, Redakteurin

6. Patisserie Made Simple: From Macaron to Millefeuille and More von Edd Kimber

Ich habe mich immer gefragt, wie man das unglaublich schön anzusehende französische Gebäck zuhause zubereitet. Ich rede von den feinen, wunderhübsch dekorierten Leckereien—petit fours genannt–die man in den Schaufenstern der vielen französischen Patisserien (oder auch außerhalb von Frankreich) entdeckt. Edd Kimber wurde 2010, in der ersten Staffel Great British Bake Off, zum besten britischen Amateurbäcker erklärt und bloggt seitdem als The Boy Who Bakes. In Patisserie Made Simple findest du Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Klassiker wie Zitronentarte und Rosinenbrötchen, etwas anspruchsvollere Canelés und atemberaubende Torten, die etwas aufwendiger, aber immer noch machbar sind. Ich bin ein großer Fan davon, wie er das Backen der anspruchsvollen französischen Backwaren zu etwas Spaßigem verwandelt, dass mit ein paar qualitativen Basiszutaten und ohne teures Equipment von jedem zu schaffen ist.

Vanessa, Redaktionsassistentin

7. All About Cake: A Milk Bar Cookbook von Christina Tosi

"Willkommen im zuckrigen, manisch kreativen Kuchenuniversum von Christina Tosi", so Küchenchefin und Gründerin der Milk Bar, einer außergewöhnlichen Bäckerei mit 16 Standorten in 6 verschiedenen Städten in den USA und Kanada. Ich liebe viele Dinge an diesem Buch—und Christina Tosi. Als ich 2008 in New York City lebte, sah ich den ersten Milk Bar Shop im East Village eröffnen und erinnere mich noch an den Hype. Als Reality-/Cooking-Show-Liebhaberin kenne ich Tosi als Jurymitglied bei Masterchef und habe sie mit Spannung bei Netflix's Chef's Table mit ihrem unverwechselbaren Softeis aus Cornflakes-Milch verfolgt. Ich liebe ihre Energie und ihren Sinn für Humor, der auch auf ihrer Website und in ihren Kochbüchern zum Ausdruck kommt. Seit ich denken kann, habe ich eine Leidenschaft für schön dekorierte Kuchen und soft-baked Cookies entwickelt. Daher musste es ein Buch sein, dass meinen Faible für perfekte Cookies und einem richtig guten Stück Kuchen standhalten kann—all das und noch mehr erfüllt All About Cake. Ein Leitfaden, der dir die Welt zu komplett verrückten Geschmacksrichtungen eröffnet und zeigt, wie du aus so gut wie jedem Aroma einen Kuchen zaubern kannst. Um es in Tosis Worten zu sagen: “The cake must have a strong point of view, a flavor ‘story.’” Von schnellen, manchmal dringend benötigten Mikrowellen-Tassenkuchen bis hin zu Naked Cakes ist dies eine wesentliche Ergänzung jeder Backbuch-Bibliothek.

Celeste, Redaktionsassistentin

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